An der Charité soll HIV-Heilungszentrum eröffnen

Geleitet wird es von Christian Gaebler

Die Charité in Berlin
Die Charité in Berlin (Bild: hoch3fotografie / Unsplash)

In Berlin soll es an der Charité ab 2026 ein neues «HIV Cure Center» geben, das berichtet der Queerbeauftragte des Berliner Senats in einem Social-Media-Post.

Auf Facebook schreibt Alfonso Pantisano, dass er sich mit Professor Christian Gaebler in der Klinik für Infektiologie an der Charité getroffen habe, um über ein wegweisendes Vorhaben zu sprechen: «Haltet euch fest – ein HIV-Heilungs(!!!)zentrum.»

Und weiter: «Berlin setzt erneut Massstäbe. Mit dem Ziel, HIV-Neuansteckungen bis 2030 auf null zu bringen, sind wir seit Jahren Teil der Initiative FastTrackCities. Das HIV Cure Center (…) kann eine zentrale Rolle in diesem Kampf spielen.»

Demnach hat die Charité bereits zwei sogenannten «Berliner Patienten» hervorgebracht, die vollständig von HIV geheilt wurden (MANNSCHAFT berichtete).

«Wir sind an der Charité auf einem vielversprechenden Weg», so Pantisano, «denn das Forschungsteam ist an einer neuen klinischen Studie zur Antikörpertherapie dran sowie an der Forschung des HIV-Reservoirs. Unter ‹HIV-Reservoir› versteht man – in sehr einfachen Worten – eine Gruppe von Immunsystemzellen im Körper, die zwar mit HIV infiziert sind, aber nicht aktiv neue Viruspartikel produzieren. Spannend! All das ist entscheidend für die Wissenschaft und die Lebensqualität vieler Menschen

Prof. Dr. Christian Gaeble
HIV-Forscher Christian Gaeble (Bild: Charité / Sebastian R. Tromm)

In einer Pressemitteilung der Charité selbst hatte es letztes Jahr geheissen: «Der HIV-Forscher Prof. Christian Gaebler hat ein Ziel: Therapien zu entwickeln, die Menschen von ihrer HIV-Infektion heilen oder ihr Immunsystem dazu bringen, das Virus auch ohne Medikamente dauerhaft in Schach zu halten. Dazu will der Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin im Detail die Fälle untersuchen, die bereits ohne Medikation leben. Mit dem Forschungsvorhaben hat er jetzt den Europäischen Forschungsrat (ERC) überzeugt: Dieser fördert den Forscher im Rahmen eines ERC Starting Grant mit rund 1,5 Millionen Euro.»

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