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We are family! Erben und Vererben unterm Regenbogen

Die SOS-Kinderdörfer weltweit setzen sich dafür ein, dass kein Kind diskriminiert wird – dazu gehört auch, dass die sexuelle Orientierung und Identität eines jeden Kindes respektiert wird.

Foto: Sharon McCutcheon, Unsplash (https://proudly.blog/2020/07/04/coming-to-terms-with-bisexual-me/)

Als Verantwortlicher für die sozialen Programme der Deutschen Post DHL hat Ralf Dürrwang die SOS-Kinderdörfer intensiv kennengelernt. Zusammen mit seinem Mann hat er sich entschieden, SOS testamentarisch zu bedenken.

Ralf ist 58 Jahre alt und hat nach eigenen Angaben vor etwa zwei Jahren damit begonnen, sich mit der eigenen Endlichkeit auseinanderzusetzen. Was bedeutet es zu sterben? Wie möchte ich beerdigt werden? Was möchte ich hinterlassen? Das sind alles keine einfachen Fragen. Ralf stellte jedoch fest, dass die Lebensfreude wuchs und er präsenter wurde, je mehr er sich dem Thema stellte und die Realitäten annahm.

«Ich brauche keine Denkmäler und habe die Haltung, dass alles, was wir besitzen, am Ende doch nur geliehen ist. Mitnehmen können wir nichts. Deshalb ist es ein gutes Gefühl, zu wissen, dass mein Erbe später sinnvoll eingesetzt wird und benachteiligten Jugendlichen zugutekommt.» sagt Ralf. Er und sein Mann haben selber keine Familie und haben ihr Testament zugunsten der SOS-Kinderdörfer gemacht.

«Wir möchten damit vor allem schwule, lesbische und trans jugendliche unterstützen. Ich habe selbst erfahren, wie es ist, mit so einer doppelten Stigmatisierung gross zu werden: Als schwuler Jugendlicher bin ich in einem sozialen Brennpunkt aufgewachsen. Das war nicht leicht und mit ein Grund dafür, dass ich Jura studiert habe: Es war mir ein Anliegen, mehr Gerechtigkeit in die Welt zu bringen.» erklärt Ralf seine Entscheidung.

Heute verfolgt er dieses Ziel immer noch: Als Leiter der sozialen Programme bei der Deutschen Post DHL, hat er zusammen mit den SOS-Kinderdörfern die Initiative Go Teach entwickelt. Das Programm hilft benachteiligten Jugendlichen in verschiedenen Ländern bei dem oft mühsamen ersten Schritt ins Berufsleben. Die Jugendlichen bekommen die Gelegenheit, Praktika zu absolvieren, Erfahrungen im Job zu sammeln und werden von Mentoren unterstützt.

We are family! Erben und Vererben unterm Regenbogen

Sich mit der eigenen Vergänglichkeit auseinandersetzen ist schwierig – kann jedoch, wie Ralf sagt, auch eine Befreiung sein. Vielleicht hast du ja auch schon über dieses Thema nachgedacht? Oder hast du noch keinen einzigen Gedanken daran verloren?

Ralf und die SOS-Kinderdörfer laden dich (und deine(n) Partner*in) ganz herzlich dazu ein, mehr zum Thema Erbrecht zu erfahren. Er berichtet, warum er und sein Mann Marc sich entschieden haben, SOS testamentarisch zu bedenken. Auch stellen die SOS-Kinderdörfer ihre weltweite Arbeit vor und die Juristin Anett Nägler klärt über die wichtigsten erbrechtlichen Fragen auf.

Erben und Vererben unterm Regenbogen

Eine Infoveranstaltung der SOS-Kinderdörfer weltweit

Wann: 6. Oktober 2020, 18 Uhr

Wo: Dorint Hotel am Heumarkt
Pipinstraße 1, 50667 Köln

Ralf, Anett und die SOS-Kinderdörfer freuen sich, wenn du dabei bist!

Erbrecht in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften und Ehen

Seit dem 1. Oktober 2017 können gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland heiraten und sind heterosexuellen Ehepaaren rechtlich gleichgestellt. Auch im Erbrecht gibt es nun keine Benachteiligungen mehr. Es gelten die gleichen steuerlichen Freibeträge für die hinterbliebenen (Ehe-)Partner*innen und auch die Pflichteilansprüche sind gleich.

Mit einem gemeinsamen Testament können gleichgeschlechtliche Ehepaare klar festlegen, wie sie den oder die hinterbliebene(n) Partner*in absichern und wie der Nachlass eingesetzt werden soll.

Indem du und dein(e) Partner*in die SOS-Kinderdörfer weltweit in eurem Testament bedenkt, sorgt ihr dafür, dass Kinder in einer liebevollen Familie aufwachsen können und hinterlasst Kindern in Not eine bessere Zukunft.

Natürlich kannst du auch ohne Testament dazu beitragen, dass Jugendlichen und Kindern in Not geholfen wird: mit einer einmaligen oder wiederkehrenden Spende oder einer eigenen Spendenaktion. Mehr Info dazu findest du auf sos-kinderdoerfer.de

SOS-Kinderdörfer weltweit
Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V.
Ridlerstraße 55
D-80339 München

schwule Väter

«Bei zwei Papas gross werden, ist auch normal»

LGBT-freie Zonen

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