Das sind die queeren Serien-Highlights im März

Keine Sorge, es gibt auch was zu lachen!

Szene aus der 3. Staffel der australischen Highschool-Serie «Heartbreak High»
Szene aus der 3. Staffel der australischen Highschool-Serie «Heartbreak High» (Bild: Netflix)

Neben ein wenig Herzschmerz und Comedy stehen im März vor allem Mystery und Crime auf dem Programm und locken uns trotz meteorologischem Frühlingsanfang vor die Bildschirme.

Während es draussen also zunehmend heller und freundlicher wird, erwartet uns im TV erstaunlich viel düsteres Serienfutter.

#Murdoch Mysteries Schon am 2. März startet die kanadische Produktion «Murdoch Mysteries» bei AXN White in die nunmehr zehnte Staffel. Die historische Crime-Serie spielt im Toronto Ende des 19. Jahrhunderts und begleitet Detective William Murdoch (Yannick Bisson) und seinen Gehilfen George Crabtree (Jonny Harris) bei ihrer Ermittlungsarbeit, wobei sich Murdoch unkonventionellen, da fortschrittlichen Methoden bedient, um seine Fälle zu lösen. Besonders in späteren Staffeln wurde die Serie immer inklusiver, führte queere Figuren ein und erzählte entsprechende Storylines.

Der historische Background war und ist dabei ein durchaus interessanter Aspekt. In der nun startenden zehnten Staffel wird mit Detective Llewellyn Watts (Daniel Maslany) ein neuer Kollege eingeführt, dessen Beziehung zu einem Mann ein zentraler Aspekt der weiteren Serienhandlung wird. Die vielschichtigen Charaktere machen schnell Lust auf mehr und selbst, wer noch keine Folge gesehen hat, findet vermutlich leicht den Einstieg.

#Scarpetta Kein Ermittler, sondern eine Gerichtsmedizinerin steht im Zentrum der Amazon-Serie «Scarpetta», die ab dem 11. März bei Prime Video zu sehen ist. Die mit Nicole Kidman als Hauptfigur Kay Scarpetta, Jamie Lee Curtis und Simon Baker hochkarätig besetzte Crime-Serie basiert auf den beliebten Romanen der lesbischen Autorin Patricia Cornwell, die bis heute fortgesetzt werden.

Eine wichtige Rolle sowohl in der literarischen Vorlage als auch in der TV-Adaption spielt Kays lesbische Nichte Lucy (Ariana DeBose), die ihrerseits für das FBI arbeitet und sich als echtes Mastermind entpuppt. Kann sie ihrer Tante dabei helfen, einen 28 Jahre alten Fall aufzuklären? Neben der eigentlichen Arbeit der Gerichtsmedizinerin beleuchtet die Serie auch die psychischen Belastungen, die deren Job mit sich bringt und die bis ins Privatleben der Hauptfigur hineinreichen. Für Crime-Fans ein echtes Muss – nicht nur wegen des tollen Casts!

#Deadloch Noch mehr Crime erwartet uns in der zweiten Staffel der australischen Serie «Deadloch», die ab dem 20. März ebenfalls bei Prime Video zu sehen ist. Zwei Polizistinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, müssen gemeinsam Mordfälle lösen. Die Formel ist nicht neu, aber «Deadloch», eine Crime-Comedy aus Down Under, ist herrlich schwarzhumorig, feministisch und erfrischend queer.

Sergeant Dulcie Collins (Kate Box) kennt ihre Heimatstadt in- und auswendig und ist nicht gerade begeistert, als ihr mit der raubeinigen und permanent fluchenden Ermittlerin Eddie Redcliffe (Madeleine Sami) eine Partnerin aus der nächstgrösseren Stadt zur Seite gestellt wird. Die beiden lesbischen Frauen müssen lernen, sich in einem Umfeld voller Männer zu bewähren, und schnell stellt sich heraus, dass das vermeintlich starke Geschlecht bei diesem derben Duo nur den Kürzeren ziehen kann.

In den sechs neuen Folgen der zweiten Staffel verschlägt es die Frauen in den schwülen Norden des Landes, wo sie den Mord an Eddies ehemaligem Partner Bushy aufzuklären versuchen. «Deadloch» sorgt für willkommene Abwechslung in einem mittlerweile sehr standardisierten Genre und bricht nicht zuletzt dank einer illustren Schar queerer Charaktere mit der Norm.

#The Comeback Kein Crime, sondern astreine Comedy erwartet uns in der dritten und letzten Staffel von «The Comeback», die einen Tag nach ihrer US-Premiere auch bei uns zu sehen ist – sowohl bei HBOmax als auch bei Sky/Wow. Beachtlich ist vor allem die Tatsache, dass zwischen den einzelnen Staffeln jeweils ungefähr zehn Jahre liegen.

Ursprünglich 2005 gestartet und schnell abgesetzt, wurde die Serie 2014 mit einer zweiten Staffel wiederbelebt. Den krönenden Abschluss gibt es nun also 2026 mit Staffel 3. Im Zentrum steht Valerie Cherish (Lisa Kudrow), ein ehemaliger Sitcom-Star und B-Promi, der um Relevanz in einer sich schnell wandelnden Branche bemüht ist. Schliesslich greift sie nach einem letzten Strohhalm und willigt in eine Reality-Serie über ihr Leben ein.

Zu Valeries engerem (Arbeits-)Umfeld gehören seit Staffel 1 auch ihr schwuler Publizist Billy (Dan Bucatinsky) und die lesbische Regisseurin Jane (Laura Silberman). In Staffel 3 erwartet uns zudem eine ganze Reihe queerer Gaststars, von Andrew Scott («All Of Us Strangers») über Zane Philipps («Glamorous», MANNSCHAFT berichtete) bis hin zu Drag Queen Trixie Mattel.

Der u.a. aus dem Film «Fire Island» bekannte Zane Philipps
Der u.a. aus dem Film «Fire Island» bekannte Zane Philipps (Bild: Disney+)

#Heartbreak High Darfs zum Monatsende noch etwas Teenie-Herzschmerz sein? Die australische Highschool-Serie «Heartbreak High» geht bei Netflix in die dritte und letzte Runde. Die finalen Folgen des Remakes der gleichnamigen 90er-Jahre-Serie sind ab dem 25. März bei Netflix abrufbar.

Die Schüler*innen der Hartley-High starten in ihr Abschlussjahr und müssen ein Geheimnis bewahren, was alles aufs Spiel setzt, was sie sich bisher erarbeitet haben. Anders als die Vorlage setzte das Reboot gleich zu Beginn auf eine Vielzahl queerer Charaktere und wurde für seine Inklusivität gelobt. So bevölkern non-binäre, lesbische, bisexuelle und asexuelle Charaktere die Schulflure.

Mehr lesen: Eine neue Serie widmet sich dem schwulen Liebesleben von König Ludwig II. (MANNSCHAFT berichtete).

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