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Berliner Verwaltung soll Diversity lernen

Ein Bündel an Massnahmen ist innerhalb von drei Jahren umzusetzen

Diversity Berlin
Das Rote Rathaus in Berlin (Bild:wikicommons)

Ein umfassendes Programm schult die Verwaltung Berlins jetzt besser in Diversity-Themen. Die Massnahmen sollen innerhalb von drei Jahren umgesetzt werden.

Das Diversity-Landesprogramm umfasst neben dem Leitbild «Weltoffenes Berlin – chancengerechte Verwaltung!» 30 Massnahmen im Handlungsfeld «Diversity und Personalmanagement» und 7 Massnahmen im Handlungsfeld «Diversity und Sprache/Bilder». Darüber hinaus erhalten Mitarbeitende einen Leitfaden zum diversitysensiblen Sprachgebrauch.

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Das wichtigste Ziel des Landesprogramms ist es, dass die Berliner Verwaltung kompetent im Umgang mit allen Berliner*innen ist. Ganz unabhängig von sozialer oder ethnischer Herkunft, Geschlecht, Alter, Religionszugehörigkeit, sexueller Orientierung oder Weltanschauung. Umgesetzt werden sollen diese Massnahme innerhalb der nächsten drei Jahre.

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Am Dienstag hat der Senat das Diversity-Landesprogramm beschlossen. Die Vorlage stammt vom Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, Dirk Behrendt. Dieser erklärt: «Berlin ist Heimat für Menschen mit vielen verschiedenen Hintergründen und in ganz unterschiedlichen Lebenslagen. Die Berlinerinnen und Berliner sollen die Verwaltung als ihre begreifen und daher sollte sich die Verwaltung auch offen gegenüber dieser Vielfalt zeigen. Wenn sich die Vielfalt Berlins in der Verwaltung widerspiegelt, dann ist das ein Gewinn für die gesamte Stadt.»

Ein weiteres Ziel des Landesprogramms ist es, Verwaltungen darin zu stärken und zu unterstützen, Diversity-Prozesse in ihrem Geschäftsbereich umzusetzen. Dezentrale Prozesse werden mit dem Landesprogramm gefördert und ausgebaut. Über die in den Senats- und Bezirksverwaltungen benannten Diversity-Ansprechpersonen sowie mit Schulungen werden ressortübergreifend kollegiale Netzwerke etabliert .

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Das Diversity-Landesprogramm von Berlin kann hier heruntergeladen werden.

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Auch Zürich nimmt als grösste Stadt der Schweiz eine Vorreiterrolle in Sachen Diversity ein. Anfang des Jahres wurde die Stadt für ihre Bemühungen für einen offenen und wertschätzenden Umgang mit LGBTIQ-Mitarbeitenden mit dem LGBTI-Label ausgezeichnet (MANNSCHAFT berichtete).

Anders sieht es hingegen in den Baden-Württembergischen Schulen aus (MANNSCHAFT berichtete). Seit vier Jahren sind dort neue Bildungspläne in Kraft. Mit ihnen hatte das Kulturministerium sechs Leitperspektiven verankert, darunter auch für das Thema «sexuelle und geschlechtliche Vielfalt». Das Ergebnis ist laut LSVD nach vier Jahren: enttäuschend.

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