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CDU vertröstet Schwule und Lesben – weiter keine Anerkennung

Der Antrag zum Vereinigungsstatus der LSU wurde auf dem Parteitag in Struktur- und Satzungskommission überwiesen

Vereinigungsstatus der LSU
Ein Vereinigungsstatus der LSU ist weiter nicht in Sicht (Foto: LSU)

Die Lesben und Schwulen in der Union wollen schon länger offiziell anerkannt werden. Doch aus dem Vereinigungsstatus der LSU wird – mal wieder – nichts.

Der CDU Bundesparteitag in Leipzig hat am Samstag beschlossen, den Antrag auf Anerkennung der LSU als Vereinigung in eine Struktur- und Satzungskommission zu überweisen. Es stehe für die LSU ausser Frage, erklärte man via Facebook Man habe sich schon heute eine Entscheidung auf dem Bundesparteitag gewünscht.

Nach 20 Jahren kein Vereinigungsstatus der LSU
Eine offizielle Anerkennung durch die Partei wäre mehr als 20 Jahre nach der Gründung nicht nur richtig und wichtig, sondern längst überfällig, hiess es in dem Post zerknirscht, aber kämpferisch. Eine sofortige Entscheidung hätte zukünftigen Überlegungen einer Kommission nicht entgegengestanden.

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«Wir sind fest davon überzeugt, dass die Wählerinnen und Wähler der CDU bereits zu diesem Zeitpunkt mit grosser Mehrheit eine offizielle Anerkennung begrüsst hätten. Für eine Volkspartei ist es essenziell, breite Wählerschichten anzusprechen“, so der Bundesvorsitzende der LSU Alexander Vogt. «Unser Motto lautet deshalb auf dem Parteitag vollständig Volkspartei». Die CDU brauche die LSU, weil Union Einheit in Vielfalt und Vielfalt in Einheit bedeute, so Vogt.

«Etwas gegen Homosexualität zu haben, ist hinterwäldlerisch!»

Die Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer habe kürzlich auf die Frage, ob die LSU für sie ein selbstverständlicher Teil der CDU ist, mit einem deutlichen Ja geantwortet. Diesem Bekenntnis müssten laut LSU nun Taten folgen. AKK war auf dem LSU-Jahresempfang zu Gast und wies den Vorwurf zurück, aufgrund ihrer Ablehnung der Ehe für alle eine «homophobe Frömmlerin» zu sein (MANNSCHAFT berichtete).

Die Diskussion des LSU-Status in einer Struktur- und Satzungskommission könne nur der erste Schritt sein, hiess es in dem Post weiter. «Das Ergebnis ist für uns jetzt schon klar: Es darf nicht mehr um das OB, sondern nur noch um das WANN gehen. Unsere Antwort darauf ist: Besser heute, als morgen!» Daher stehe auch fest: Die LSU müsse in der Kommission vertreten sein.

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Die CDU hat laut Statut derzeit sieben Vereinigungen, die speziell junge Menschen, die Frauen, Arbeitnehmer, Kommunalpolitiker, Unternehmer, die Vertriebenen und Flüchtlinge sowie Ältere ansprechen wollen. Daneben gibt es zwei Sonderorganisationen: den Evangelischen Arbeitskreis sowie den Ring Christlich-Demokratischer Studenten.

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