Zürich verstetigt Gratis-Tests auf sexuell übertragbare Infektionen
Gratis Beratung und Testung für sexuell übertragbare Infektionen STI für die Menschen aus der Stadt Zürich geht in ein reguläres Angebot über.
Der Verein Sexuelle Gesundheit Zürich SeGZ hat mit den beiden Testzentren Checkpoint Zürich und Test-in ab Juni 2023 das Pilotprojekt »Gratistests für sexuell übertragbare Infektionen für Menschen aus der Stadt Zürich bis 25 Jahre oder mit einer KulturLegi» der Stadt Zürich, umgesetzt. Ab Juni 2027 können sich Menschen aus Zürich neu bis 30 Jahre oder mit einer KulturLegi kostenlos auf HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen testen lassen.
Ziel des Projekts war es, die Zugangsbarrieren für diese wichtige Prävention zu minimieren, um Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen und Hürden beim Zugang zu Beratung und Tests abzubauen. Durch das Projekt soll das Bewusstsein für sexuelle Gesundheit gestärkt und die Testbereitschaft erhöht werden.
Der Gemeinderat der Stadt Zürich hat laut einer Mitteilung des SeGZ an diesem Mittwoch beraten, das erfolgreiche Projekt als reguläres Angebot fortzuführen und die Zielgruppe zu erweitern. Marco Denoth, Präsident der SeGZ sagt: «Die SeGZ hat das Pilotprojekt umgesetzt und durfte so einen wichtigen Beitrag zur Senkung von sexuell übertragbaren Infektionen leisten. Wir sind sehr froh, dass es nun als reguläres Angebot weitergeführt wird». Denoth hat vor fast 8 Jahren die Forderung nach Gratistests im Gemeinderat gestellt.
Zudem freut sich die SeGZ über den Auftrag des Gemeinderates an den Stadtrat, ein weiterer Pilot für das kostenlose Test- und Beratungsangebot für Menschen ab 49 Jahren aus der Stadt Zürich auszudehnen. Sie unterstützt die Forderung, die Erstbehandlung der sexuell übertragbaren Infektionen kostenlos anzubieten und den Zugang der Impfung von Humanen Papillomaviren (HPV) zu vereinfachen.
Francisca Boenders, Geschäftsführerin der SeGZ sagt dazu: «Ziel ist, den Zugang zu Beratung, Testung, Impfung und Behandlung, zu vereinfachen. Prävention ist nicht teuer, unterlassene Prävention wird teuer!» Die HPV-Impfung ist auch eine konsequente Investition in die Krebsprävention, so Boenders.
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