«Oversexed oder underfucked»: Wie prüde ist die Gen Z?

Wie offen ist die jüngere Generation wirklich beim Thema Sex?

Die Protagonist*innen aus «Young Sex – Wie liebt die Gen Z?»
Die Protagonist*innen aus «Young Sex – Wie liebt die Gen Z?» (Bild: ZDF/Christine Schroeder)

In der ZDF-Reihe «Young Sex – Wie liebt die Gen Z?» sprechen sechs Fremde über unterschiedliche Liebesleben, Vorurteile und Scham.

Jungfrau mit 30, polyamor oder monogam: In einer Hamburger Bar treffen sich sechs Fremde der Generation Z – und sprechen über ihre verschiedenen Liebesleben. Wer hält sich an traditionelle Regeln, wer macht, worauf er oder sie Lust hat?

Die dreiteilige ZDF-Doku «Young Sex – Wie liebt die Gen Z?» aus der Reihe «37 Grad» geht der Frage auf den Grund, ob die Generation wirklich so sexuell befreit ist, wie ihr Ruf vermuten lässt. Die Suche nach der Antwort darauf zeigt das ZDF in der Auftaktfolge am Dienstag (24. Februar) um 22.15 Uhr.

Mit Generation Z sind Menschen gemeint, die nach den meisten Definitionen zwischen 1995 und 2010 geboren sind. Dazu gehören in der Folge zum Thema «Oversexed and underfucked?» auch die sechs, die begleitet von einer Sexualtherapeutin darüber diskutieren, welcher Lebensentwurf für sie jeweils nicht infrage kommt.

Da ist das frisch verheiratete, monogame «Standardpaar» Nico und Josephine («Jo»), Janine («Nine»), die bislang weder Sex noch einen Partner hatte, und die muslimisch aufgewachsene, lesbische Defne. Emmanuel («Emma») führt mehrere romantische Beziehungen gleichzeitig, Jasmin («Yaz») lebt Sexualität als frei und selbstbestimmt – feste Bindungen lehnt sie ab.

Insgesamt drei Tage lang setzt sich die Gruppe intensiv mit Lust, Scham, Fantasien, Ängsten und gesellschaftlichen Normen auseinander. Schnell wird deutlich: Die Gen Z ist mit einer breiten sexuellen Vielfalt aufgewachsen. Doch bedeutet das automatisch ein erfülltes Sexualleben – oder steigt mit der Freiheit auch der Druck? (MANNSCHAFT berichtete.)

Eine in der Folge vorgestellte Studie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) zeigt: Junge Erwachsene haben weniger Sex ausserhalb fester Beziehungen als noch vor 20 Jahren. Erste sexuelle Erfahrungen erfolgen später, und auch die Häufigkeit intimer Kontakte sowie das Interesse daran sind rückläufig. Überrascht von den Ergebnissen fragt sich die Gruppe: Ist die Gen Z etwa prüde?

Eine mögliche Antwort liefert die ZDF-Reihe durch intime Einblicke in das Leben der sechs Teilnehmenden. Sei es «Nine», die erzählt, warum sie lieber nackt durch die Fussgängerzone laufen würde, als sich vor einem Mann auszuziehen. Defne, die noch immer mit der Frage ringt, ob es «okay» ist, lesbisch zu sein. Oder «Yaz», die überzeugt ist, dass ein strukturiertes Leben ihr nicht viel gibt – und sich deshalb auch Männer mit ihrer Freundin teilt.

Von Evelyn Denich, dpa

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