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Ausstellung zeigt LGBTIQ-Geschichte in Mecklenburg

Die Themen reichen von polizeilicher Verfolgung bis zur Gründung des Arbeitskreises Homosexualität in Rostock

Mecklenburg
Symbolbild (Bild: Yannis Papanastasopoulos, Unsplash)

Die neue Ausstellung «Mecklenburg, so fern – so nah» über 300 Jahre Landesgeschichte im Schweriner Schleswig-Holstein-Haus widmet sich auch der LGBTIQ-Geschichte.

Zu sehen ist unter anderem das Hochzeitskleid des ersten amtlich getrauten lesbischen Paares in Schwerin, wie die Stiftung Mecklenburg mitteilte. Ihre Arbeit wird gefördert durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommerns.

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Das Themenspektrum reicht von polizeilicher Verfolgung über Militärgeschichte bis hin zur Gründung des Arbeitskreises Homosexualität an der Evangelischen Studentengemeinde in Rostock. Der Arbeitskreis unter dem Dach der Kirche kam ab 1985 zweimal monat­lich in der Petrikirche zusammen. Die Beteiligten organisierten Vortrags- und Diskussionsabende, gemeinsame Wanderungen, Theaterbesuche und Diskotheken. 1990 wurde aus dem Arbeitskreis Homosexualität der Verein rat+tat.

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Die Geschichte von Schwulen, Lesben und trans Personen, die seit Jahrhunderten Bestandteil des gesellschaftlichen Miteinanders bilde, sei im Norden der Republik bislang fast unsichtbar, heisst es in einer Ankündigung. Dies wollen die Stiftung Mecklenburg und das Kulturhistorische Museum Rostock ändern.

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Sie nahmen ihre eigenen Ausstellungen kritisch in Augenschein, benannten Fehlstellen in Präsentation und Sammlung – und machten sich daran, diese zu schliessen. Dabei bekamen beide Häuser tatkräftige Unterstützung von queeren Vereinen, Initiativen und vielen Einzelpersonen.

Im einem gemeinsamen Projekt wurden Geschichten, Dokumente und natürlich vor allem Exponate gesammelt, die den Anteil von Schwulen, Lesben und Trans* Personen an der mecklenburgischen Landesgeschichte sichtbar machen. Gesammelt werden Objekte aus Rostock und ganz Mecklenburg; das bislang älteste stammt aus dem 16. Jahrhundert; das jüngste aus dem Jahr 2017.Sie stammen aus den Bereichen Bildende Kunst, Literatur, Film und Theater und wurden von dem Projekt «Queer im Museum» erarbeitet.

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Eröffnet wird die Ausstellung zur Landesgeschichte am 27. Juni. Schon vor zwei Jahren gab es die Ausstellung «Wir* hier! Lesbisch, schwul und trans* zwischen Hiddensee und Ludwigslust», die durch Mecklenburg-Vorpommern wanderte.

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