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Pete Buttigieg: «Ich war 38 Jahre zu schwul»

Der Politiker moderierte als Gast die US-Show «Jimmy Kimmel Live» und witzelte dabei auch über sich selbst

Pete Buttigieg
Pete Buttigieg als Fernsehmoderator und Satiriker (Foto: Screenshot/«Jimmy Kimmel Live» )

Er war erste offen schwule US-Präsidentschaftskandidat – jetzt moderierte Pete Buttigieg «Jimmy Kimmel Live», allerdings vor einem leeren Saal. Das Publikum wurde wegen des Coronavirus ausgeschlossen.

Trotz der Umstände, die einen erfahrenen Komiker herausgefordert hätten, zeigte Pete Buttigieg am Donnerstag eine solide Leistung. Sein Monolog war durchsetzt mit Clips von grossem Publikum, das jubelte und lachte, das aber nicht wirklich da. «So ähnlich wie bei Trumps Amtseinführung», witzelte der Gast-Moderator Buttigieg. Nur ein paar Mitarbeiter*innen der Show waren im Saal, und natürlich Buttigiegs Ehemann Chasten.

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Der ehemalige Bürgermeister von South Bend, der vor zwei Wochen aus dem Rennen ums Weisse Haus ausgestiegen war (MANNSCHAFT berichtete) scheute auch vor Witzen über sich und seine Sexualität nicht zurück. «Ich dachte wirklich, wir hätten eine Chance, aber es stellte sich heraus, dass ich ungefähr 40 Jahre zu jung und 38 Jahre zu schwul war», sagte der ehemalige Kandidat, der auch darüber witzelte, dass er nach Beendigung seiner Kandidatur nun Unmengen an Merchandise habe, das er nicht mehr brauche.

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«Obwohl wir nicht gewonnen haben, haben wir einige ziemlich grosse Meilensteine ​​erreicht. Ich bin die erste schwule Person, die jemals eine Präsidentschaftsvorwahl gewonnen hat, und der erste Schwule seit 30 Jahren, der Bundfaltenhosen trägt. Wir sind alle auf einer Reise.»

Laut einer Umfrage im vergangenen Oktober sagen vier von zehn Amerikaner*innen, das Land sei nicht bereit für einen schwulen Präsidenten. Allerdings schrieb der Guardian, der Buttigieg im Februar  bei einer Wahlveranstaltung in einer Highschool beobachtete, dass dessen sexuelle Identität offenbar gar keine Rolle spiele. Es gehe doch darum, wer das Land künftig führe. Ein andere meinte: Sein Geschlecht und seine sexuelle Orientierung interessieren mich nicht: Kann er uns wieder mit unseren Verbündeten versöhnen und mehr Verstand ins Weisse Haus bringen?

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Buttigieg interviewte in der Show auch Patrick Stewart, der Captain Jean-Luc Picard in «Star Trek» spielte. Stewart war zu Gast, um für seine neue Show «Picard» zu werben, eine Fortsetzung seines Charakters nach «Star Trek: The Next Generation» und den nachfolgenden Filmen.

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Die beiden spielten «Who is the Captain Now», ein Quiz, in dem es um «Star Trek» ging und das den Überraschungsmoderator LeVar Burton aufbot, der LCdr. Geordi La Forge spielte. Der Gewinner erhielt einen nach ihnen benannten Stern.

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