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Pete Buttigieg steigt aus Rennen ums Weisse Haus aus

Bei der Vorwahl in South Carolina hatte er mit Platz 4 enttäuschend abgeschnitten

Pete Buttigieg Rückzug
Pete Buttigieg im Februar vor seinen Fans in New Hampshire (Foto Screenshot)

Pete Buttigieg hat am Sonntag erklärt, dass er sich aus dem Rennen um das Weisse Haus verabschieden wird. Zunächst hatten US-Medien entsprechende Meldungen veröffentlicht.

Bei der Vorwahl im US-Bundesstaat South Carolina am Samstag hatte er mit 8,3 Prozent und dem vierten Platz enttäuschend abgeschnitten. Pete Buttigiegg äusserte sich in South Bend (Indiana), dort war er bis Ende 2019 Bürgermeister gewesen. Joe Biden erhielt am Wochenende knapp 50 Prozent aller Stimmen – und liegt in der Gesamtrechnung nun auf dem zweiten Platz, knapp hinter Bernie Sanders.

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Sanders hatte die Vorwahlen in New Hampshire gewonnen, nachdem Buttigieg beim Start in Iowa als Sieger hervorgegangen war (MANNSCHAFT berichtete). Sein Ausstieg erfolgt kurz vor dem sogenannten Super-Dienstag, bei dem gleichzeitig in 14 Bundesstaaten über den Herausforderer oder die Herausforderin von US-Präsident Trump abgestimmt wird. Dabei wird über etwa ein Drittel der 3979 Delegierten entschieden, die dann beim Parteitag im Juli den Präsidentschaftskandidaten formell küren.

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Mit Spannung wird erwartet, wie Michael Bloomberg am «Super Tuesday» abschneidet – der Multimilliardär und frühere New Yorker Bürgermeister wird dann erstmals auf den Wahlzetteln stehen. Er gilt als aus gesprochen LGBTIQ-freundlich: Als er noch Bürgermeister von New York war, hat er sich für LGBTIQ-Rechte eingesetzt und die erste gleichgeschlechtliche Eheschliessung vollzogen – gleich am Tag, als die Ehe im Staat New York geöffnet wurde.

9-Jähriger bittet Pete Buttigieg um Hilfe beim Coming-out

Wäre Pete Buttigieg ins Weisse Haus eingezogen, wäre er der erste offen schwule Präsident der USA geworden. Kürzlich hatte sich sein Mann Chasten erstmals in einem Interview geäussert (MANNSCHAFT berichtete). Chasten Buttigieg äusserte sich auch am Sonntag zum Rückzug seines Mannes. Mit gebrochener Stimme erklärte er, es sei ihm eine Ehre gewesen, seinen Mann mit dem Rest der Welt zu teilen, und betonte mehrfach, wie sehr er ihn liebe. Danach betrat Pete Buttigieg selber die Bühne.

Laut einer Umfrage im vergangenen Oktober sagen vier von zehn Amerikaner*innen, das Land sei nicht bereit für einen schwulen Präsidenten. Allerdings schreibt der Guardian, der Buttigieg am Wochenende bei einer Wahlveranstaltung in einer Highschool beobachtete, dass dessen sexuelle Identität offenbar gar keine Rolle spiele. Es gehe doch darum, wer das Land künftig führe. Ein andere meinte: Sein Geschlecht und seine sexuelle Orientierung interessieren mich nicht: Kann er uns wieder mit unseren Verbündeten versöhnen und mehr Verstand ins Weisse Haus bringen?

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Kriss Rudolph

Geschrieben von

Kriss Rudolph (1971*) hat Anglistik und Germanistik in Düsseldorf studiert, arbeitet seit über 20 Jahren als Journalist (SWR, WDR, MÄNNER, B.Z. etc.) und hat diverse Romane veröffentlicht, darunter «Kindsköpfe».
Er lebt mit seinem Hund Mompa in Berlin und ist bei MANNSCHAFT als Online-CvD und als Chefredakteur der deutschen Print-Ausgabe tätig. Ausserdem betreibt er die Podcast-Reihen «Rederei Rudolph» (Interviews) und «Mompa und ich» (Anekdoten auf 4 Beinen).

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