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Valentinstag: Gottesdienste im Zeichen der Vielfalt des Liebens

Niemand solle aufgrund seiner sexuellen oder Genderidentität beschämt oder anderweitig diskriminiert werden

Vielfalt
Mannheim: Pfarrerin Ilka Sobottke segnet zwei Gäste bei einem queeren Gottesdienst (Foto: Uwe Anspach/dpa)

Christ*innen haben in Mannheim am Valentinstag Gottesdienste im Zeichen der Vielfalt des Liebens gefeiert.

Unter dem Motto «Me, myself and I. Liebe deine:n Nächste:n wie dich selbst» nahmen am Montagabend etwa 50 Menschen an einem «queeren» Jazz-Gottesdienst in der evangelischen CityKirche Konkordien teil.

«Wir stehen für eine Kirche, in der niemand aufgrund seiner sexuellen Orientierung oder Genderidentität beschämt oder anderweitig diskriminiert wird», betonte Nina Roller, die mit einer Kollegin den Gottesdienst gestaltete. Liebende, Freunde und Freundinnen und «Sehnsüchtige» konnten sich im Gottesdienst einzeln oder gemeinsam segnen lassen. Begleitet wurde die Zeremonie von einem Jazz-Quartett. Die Segnungen für alle wurden 2017 in der CityKirche eingeführt und von den Gläubigen gerne angenommen.

In der katholischen Jugendkirche Samuel konnten sich am Valentinstag alle Paare segnen lassen, die zusammengehören. Segensfeiern für homosexuelle Paare sind in der katholischen Kirche umstritten.


Namensgeber des Valentinstags soll der Bischof Valentin von Terni (Umbrien) sein, der angeblich am 14. Februar 269 wegen seines christlichen Glaubens hingerichtet wurde. Er hatte trotz kaiserlichen Verbots Paare nach christlichem Ritus getraut und ihnen Blumen gegeben. Heute erfreuen sich Verliebte am Valentinstag mit kleinen Aufmerksamkeiten: An keinem Tag des Jahres werden in Deutschland mehr Blumen verschenkt.

Unterdessen haben elf Generalvikare der katholischen Kirche einen Verzicht auf arbeitsrechtliche Sanktionen für kirchliche Mitarbeiter*innen wegen ihrer privaten Lebensführung gefordert (MANNSCHAFT berichtete). Das Arbeitsrecht dürfe kein Instrument sein, um eine kirchliche Sexual- und Beziehungsmoral durchzusetzen, die ohnehin zur Diskussion stehe und die die Lebenswirklichkeit von Menschen ausser Acht lasse, heisst es in dem am Montag veröffentlichten Brief der hochrangigen Kirchenmitarbeiter.

Die Generalvikare nehmen mit ihrem Vorstoss auch Bezug auf die Initiative #OutInChurch (MANNSCHAFT berichtete) und auf die jüngste Synodalversammlung (MANNSCHAFT berichtete).



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