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Schwule Webserie «Kuntergrau» gewinnt Engagementpreis NRW

Erneute Auszeichnung des Projekts von schwulen und bisexuellen Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen aus Köln

KUNTERGRAU
Foto: Marius Steffen/Kuntergrau

Die schwule Webserie «Kuntergrau» und die Ehrenamtlichen dahinter sind mit dem Engagementpreis NRW ausgezeichnet worden. Staatssekretärin Andrea Milz vergab den mit 3000 Euro dotierten Jurypreis.

«Kuntergrau» war von 132 Projekten aus ganz NRW ausgewählt worden. Das Motto des diesjährigen Preises lautete «Jung und engagiert».

«Die Tatsache, dass das Land NRW und die NRW-Stiftung ein Projekt auszeichnen, das sich für queere Sichtbarkeit einsetzt, hat Signalwirkung. Im Angesicht steigender Queerfeindlichkeit sind Projekte wie Kuntergrau und Orte wie das anyway in Köln wichtiger denn je», so Kai Kreuser, der ehrenamtlichen Regisseur und Drehbuchautor der Serie.

«Kuntergrau» ist ein Serienprojekt von schwulen und bisexuellen Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Jugendzentrum anyway in Köln. Seit 2014 entstehen Episoden um die fünf schwulen Freunde Marcel, Leopold, Lukas, Jan und Noah. Es geht um Freundschaft, Liebe, Szene und das Leben in der Gesellschaft. Die 3. Staffel der Serie setzt den Fokus auf schwulenfeindliche Gewalt sowie das Leben mit HIV (MANNSCHAFT berichtete).


Das Anliegen der Serie sei es, Sichtbarkeit für die Lebenssituation von jungen Schwulen zu schaffen und stosse dabei auf ein Publikum in Deutschland wie auch darüber hinaus. Mehr als 6 Millionen Mal wurde die Serie bereits abgerufen. Etwa die Hälfte der Zuschauer*innen kommt aus dem Ausland. «Kuntergrau» ist mit Untertiteln in 16 Sprachen verfügbar.

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«Kuntergrau» bzw. das anyway-Filmteam dahinter zeigten, was Jugendarbeit im besten Sinne leisten könne: «Einen Raum zu bieten, in denen Jugendliche und junge Erwachsene sich ausprobieren, Potenziale entdecken und Talente weiterentwickeln können. Wenn sie ihre Fähigkeiten dann einsetzen, um anderen Menschen zu helfen und einer Minderheit mit ihren noch immer täglichen Herausforderungen Sichtbarkeit zu verleihen, dann ist das ein Gewinn für die gesamte Gesellschaft», so Falk Steinborn, Medienpädagoge im anyway.


Bereits Anfang des Jahres war die schwule Serie mit alltäglichen und weniger alltäglichen Geschichten rund um Freundschaft, Liebe und Sexualität von der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen als «Engagement des Monats» ausgezeichnet worden (MANNSCHAFT berichtete).


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