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Nach Kritik: J.K. Rowling gibt Menschenrechtspreis zurück

Die britische Autorin hatte in letzter Zeit mehrmals transphob geäussert

J.K. Rowling
Bild: Facebook / Robert F. Kennedy Human Rights

Der Gewinn des Robert F. Kennedy Human Rights Ripple of Hope Awards bezeichnete J.K. Rowling damals als eine der höchste Ehren, die ihr je zuteil wurde. Nun hat die Autorin ihre Auszeichnung zurückgegeben.

J.K. Rowling hat in der Vergangenheit mit transfeindlichen Tweets und Statements auf sich Aufmerksam gemacht. So nahm die Schöpferin von «Harry Potter» eine Ökonomin in Schutz, die aufgrund transfeindlicher Aussagen keinen neuen Arbeitsvertrag erhielt (MANNSCHAFT berichtete).

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Im Juni erzürnte sie erneut die trans Community, als sie den Begriff «Menschen, die menstruieren» ins Lächerliche zog. Auch hier folgte unverzüglich ein Shitstorm von LGBTIQ-Allies und trans Menschen, sodass sich die Autorin für ihren Kommentar entschuldigte (MANNSCHAFT berichtete).


Selbst die Stars der «Harry Potter»-Verfilmungen, Emma Watson, Rupert Grint und Daniel Radcliff reagierten auf Rowlings Tweet und sprachen sich für trans Rechte aus. Radcliff äussere sich mit dem offenen Brief als Mensch, der sich «schon lange für die Rechte von Trans- und Homosexuellen einsetze» (MANNSCHAFT berichtete).

Im Dezember 2019 wurde J.K. Rowling für ihr Engagement für die NGO «Lumos» mit dem Robert F. Kennedy Human Rights Ripple of Hope geehrt. «Lumos»ist eine Non-Profit-Organisation, die die Mission hat, Kindern aus Waisenheimen bis 2050 eine Familie zu finden. Die Autorin sprach bei der Annahme von einer der grössten Ehren, die ihr je zuteil wurde.

«Unsere Arbeit ist in erster Linie eine politische»

Kerry Kennedy von Robert F. Kennedy Human Rights (RFKHR) äusserte sich in einem offiziellen Statement im August 2020 kritisch gegenüber Rowlings Tweets und Erklärungsversuchen. Am 27. August postete Rowling wiederum einen längeren Text, in dem sie bedauert, dass ihre Werte nicht mehr mit jenen der RFKHR übereinstimmen.


«Das RFKHR hat erklärt, dass es keinen Konflikt zwischen der gegenwärtigen radikalen Trans-Rechts-Bewegung und den Rechten der Frauen gibt. Die Tausende von Frauen, die mit mir in Kontakt getreten sind, sind anderer Meinung und glauben wie ich, dass dieser Rechtskonflikt nur gelöst werden kann, wenn in der Debatte mehr Nuancen zugelassen werden», schreibt sie in ihrer Erklärung.

«Ich bin zutiefst betrübt, dass sich das RFKHR gezwungen sah, diese Haltung einzunehmen, aber keine Auszeichnung oder Ehre, egal wie sehr ich die Person bewundere, nach der sie benannt wurde, bedeutet mir so viel, dass ich das Recht verliere, dem Diktat meines eigenen Gewissens zu folgen», erklärte sie. Als Folge davon gebe sie ihren Ripple of Hope zurück.


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