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++ Frauen schwimmen oben ohne ++ Ermittlungen zu «Queerfeindlichkeit»-Slogan ++

Die LGBTIQ News: kurz, knapp, queer

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Badeanzug auf einer Mauer (Foto: Annette Riedl/dpa)

Für den schnellen Überblick: Unsere LGBTIQ-News aus Deutschland ab dem 23. November 2022.

++ Frauen schwimmen oben ohne ++

Hannover erlaubt demnächst auch Frauen und nicht-binären Personen mit nacktem Oberkörper in den städtischen Schwimmbädern zu baden. Der Rat der niedersächsischen Landeshauptstadt beschloss am Donnerstagabend eine entsprechende Änderung der Badeordnung. Wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtete, müssen dem Beschluss zufolge «im Nassbereich» städtischer Bäder nur noch die «primären Geschlechtsorgane» bedeckt sein. Die neue Regelung gelte ab dem 9. Dezember, sagte Stadtsprecher Udo Möller am Freitag der dpa. Sie müsse erst noch im Amtsblatt veröffentlicht werden.

Insgesamt wird in acht städtischen Hallen- beziehungsweise Freibädern in Hannover allen Menschen das «Oben ohne»-Baden gestattet. Der Antrag im Stadtrat stammte von Die Partei/Volt, Grünen und SPD. Bereits seit Mai ist in Göttingen Frauen das «Oben ohne»-Schwimmen in städtischen Bädern erlaubt. Auslöser war eine nicht-binäre Person (MANNSCHAFT berichtete). (dpa)

++ Innenministerium beschmiert – Staatsschutz prüft ++

Unbekannte haben das Innenministerium in Schwerin mit roter und schwarzer Farbe beschmiert. Wie eine Polizeisprecherin am Freitag sagte, wurde auf die Fassade des Ministeriums unweit vom Pfaffenteich der Slogan «queerfeindlichkeit tötet» auf eine Fläche von etwa zwei mal zwei Metern gesprüht. Dazu die Namen der Todesopfer des Anschlags von Colorado Springs (MANNSCHAFT berichtete).


Die Polizei sucht nun nach Zeug*innen, die Hinweise zu dem Vorfall geben können, der sich in der Nacht zu Donnerstag ereignet haben soll. Der Staatsschutz prüfe den Fall ebenfalls. Das von einem Sicherheitsdienst bewachte Ministerium hat seinen Sitz im denkmalgeschützten, ehemals großherzoglichen Zeughaus im Stadtzentrum. (dpa)

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Foto: dpa

++ «Comic Con» lockt 33’000 Gäste ++

Die Erwartungen seien übertroffen worden, teilte ein Sprecher der Messe «Comic Con Stuttgart» am Sonntag mit. Damit sei das Vor-Corona-Niveau nahezu erreicht worden, hiess es von der Messe. Besucher seien mit Kostümen in die Rollen ihrer Lieblingsfiguren geschlüpft. Fantasy-Liebhaber konnten sich bis Sonntag bei rund 450 Ausstellern auf der Messe über Trends und Neuheiten informieren.

Erstmals bekam auch die LGBTIQ-Community eine eigene Plattform. Drag Queens gaben Schmink- und Kostümtipps und berichteten auf einer Bühne aus ihrem Leben. Die Messe fand zum sechsten Mal in Stuttgart statt. (dpa)


++ Die Soli-Bären sind los ++

An diesem Samstag (26.11.) verkauft die Aids-Hilfe Frankfurt (AHF) wieder ihre Soli-Bärchen, von 10 bis 16 Uhr auf der Konstablerwache. Nach einer unfreiwilligen Pause aufgrund von Lieferschwierigkeiten komme der knuffige Teddy diese Saison wieder pünktlich zum Welt-Aids-Tag in den Verkauf (6,50 Euro), so die AHF

Erhältlich ist der Bär auch im Switchboard, im Maincheck sowie in Partner-Locations. Der komplette Erlös aus dem Verkauf gehe zu Gunsten von Projekten der AHF.

++ «One Love»-Banner im Kieler Landtag ++

Vor Beginn der Plenartagung haben sich alle Fraktionen des Landtages am Mittwoch hinter ein grosses «One Love»-Banner gestellt. Mit der Foto-Aktion wollten die Fraktionen mit Blick auf die Fussball-WM in Katar ein Zeichen gegen Homophobie, Antisemitismus und Rassismus sowie für Menschenrechte und Frauenrechte setzen, teilte die CDU mit.

Der Weltverband FIFA hatte sportliche Sanktionen angedroht für den Fall, dass die mehrfarbige «One Love»-Kapitänsbinde bei den WM-Spielen in Katar getragen wird (MANNSCHAFT berichtete). Der DFB verzichtet daher wie alle an der Kampagne teilnehmenden Nationen auf die geplante Aktion. (dpa)

++ SPD gegen sexualisierte Gewalt im Netz ++

Wenn Kinder, Jugendliche, Frauen oder queere Menschen Opfer von sexualisierter Gewalt und Sexismus im Internet werden, sollen sie nach dem Willen der SPD im NRW-Landtag bessere Hilfe bekommen. Dafür fordert die Fraktion von der Landesregierung unter anderem eine zentrale Beratungsstelle und ein Gesamtkonzept über die Ressorts hinweg.

Hasskommentare im Netz bedrohten die Debattenkultur, so die medienpolitische Fraktionssprecherin Ina Blumenthal. Die Gefahr sei, dass sich Betroffene nicht mehr öffentlich äussern. Gerade Mädchen und Frauen sowie Queers seien besonders betroffen. In ihrem Antrag, den die Fraktion am Donnerstag im Landtag einbringen will, fordert sie darüber hinaus, schon in den Schulen vermehrt aufzuklären und auch Eltern stärker einzubeziehen. Ferner sollten neben Lehrkräften Polizist*innen fortgebildet werden. Die SPD verwies u.a. auf eine Forsa-Studie zu Hatespeech, bei der fast 80 Prozent der Internetnutzer*innen ab 14 Jahren angegeben hätten, schon einmal Hasskommentaren im Internet begegnet zu sein. (dpa)

++ Erste bayerische Bistümer wollen neues Arbeitsrecht umsetzen ++

Nach der Neuordnung des Arbeitsrechts in der katholischen Kirche haben die ersten bayerischen Bistümer angekündigt, den Beschluss auch umzusetzen. Im Erzbistum München und Freising soll das zeitnah geschehen, wie ein Sprecher am Mittwoch auf Anfrage mitteilte. Im Erzbistum Bamberg, das derzeit keinen Oberhirten hat, soll die Einführung der neuen Grundordnung vorbereitet werden. Das Bistum Würzburg will die neue Grundlage für das Arbeitsrecht in der katholischen Kirche zu Beginn des neuen Jahres umsetzen, teilte ein Sprecher der Diözese mit.

Bisher drohte Mitarbeiter*innen der katholischen Kirche die Kündigung, wenn sie zum Beispiel gleichgeschlechtlich heiraten, aber auch bei einer zweiten Heirat nach einer Scheidung. Die katholischen Bischöfe hatten am Dienstag beschlossen, das zu ändern (MANNSCHAFT berichtete). Die neue Grundordnung des kirchlichen Dienstes soll das Arbeitsrecht für 800’000 Beschäftigte der katholischen Kirche und der Caritas reformieren. Damit sie rechtlich bindend wird, müssen sie Deutschlands 27 Bistümer noch offiziell verabschieden. (dpa)


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