Widerstand gegen queere Pilgerfahrt zum Heiligen Jahr

Man wolle Konfrontationen und Streit vermeiden, aber auch nicht zu «Gläubigen zweiter Klasse» degradiert werden

Blick auf den Platz vorm Petersdom

Eine geplante Pilgerfahrt von LGBTIQ-Christen zum Heiligen Jahr in Rom sieht sich bereits im Vorfeld massiven Anfeindungen ausgesetzt.

Das Portal katholisch.de meldet, dass Organisator Tiziano Fani Braga der Zeitung La Repubblica am Mittwoch sagte, Feindseligkeiten und Angriffe hätten unmittelbar mit der Ankündigung der Wallfahrt begonnen.

Auffällig sei dabei, dass diese fast ausschliesslich von anonymen Internetprofilen ausgingen, wie es heisst. «Wir zeigen unser Gesicht, sie verstecken sich», so Braga.

Die Pilgerfahrt verstehe er ausdrücklich nicht als politische Demonstration, heisst es weiter.

«Wir wollen Konfrontationen und Streit vermeiden. Wir sind nicht dort, um eine Pride-Parade zu machen oder unseren Stolz zur Schau zu stellen», so Braga.

«Das Zelt des Jonathan» Ziel der Wallfahrt sei das gemeinsame Gebet. Zugleich wolle man aber auch ein kirchenpolitisches Signal aussenden: LGBTIQ-Christen seien keine «Gläubigen zweiter Klasse», betont Braga.

Zum Hintergrund: Anfang September organisiert der christliche Verband «La Tenda di Gionata» («Das Zelt des Jonathan») zusammen mit weiteren Vereinigungen eine LGBTIQ-Pilgerfahrt zum Heiligen Jahr. Neben dem Gang durch die Heilige Pforte des Petersdoms planen die Organisator*innen eine Abendandacht sowie eine Messe in der römischen Jesuitenkirche Il Gesù, geleitet vom stellvertretenden Vorsitzenden der Italienischen Bischofskonferenz, Francesco Savino.

Teil des Programms ist ausserdem die Teilnahme am Angelusgebet mit Papst Leo XIV. Ergänzend bietet der US-Jesuit und LGBTIQ-Aktivist James Martin mit seinem Netzwerk «Outreach» Veranstaltungen an, so katholisch.de.

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