Umfrage: Anti­­diskrimi­­nierungs­­stelle bittet um Mithilfe

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(Bild: iStockphoto)

Noch bis zum 28. Februar läuft die bislang grösste bundesweite Befragung zu Diskriminierungserfahrungen. Auch queere Menschen sind ausdrücklich eingeladen, ihre Erlebnisse einzubringen.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ruft zur Teilnahme an einer gross angelegten Umfrage zu Diskriminierung in Deutschland auf. «Deine Erfahrung zählt!» lautet das Motto der Erhebung, die noch bis zum 28. Februar offen ist. Ziel ist es, Diskriminierung in all ihren Formen möglichst umfassend zu erfassen – auch jene, die lesbische, schwule, bisexuelle, trans, inter und queere Menschen betreffen.

Wie die Antidiskriminierungsstelle in einem Sondernewsletter mitteilt, haben sich bereits mehr als 18'000 Menschen beteiligt. Damit wurde die Beteiligung aus dem Jahr 2015 bereits übertroffen. µDer Countdown läuft: Noch bis zum 28. Februar bei der grössten Umfrage zu Diskriminierung mitmachen. Denn jede Erfahrung zählt!“, heisst es im Newsletter.

Die Umfrage erfasst Diskriminierung in unterschiedlichen Lebensbereichen – etwa im Beruf, in Ausbildung, Schule oder im Privatleben – sowie aufgrund verschiedener Merkmale wie Alter, Herkunft oder Geschlecht. Gerade für LGBTIQ-Personen, die häufig Mehrfachdiskriminierung erleben, können solche Daten eine wichtige Grundlage sein, um strukturelle Benachteiligungen sichtbar zu machen. Eine «umfassende Übersicht über das Ausmass und die Ausprägungen von Diskriminierung» sei ein zentraler Schritt, um wirksam dagegen vorgehen zu können, so die Antidiskriminierungsstelle.

Teilnehmen können alle Menschen ab 14 Jahren, die in Deutschland Diskriminierung erlebt haben. Die Befragung ist anonym und wird hauptsächlich online durchgeführt, kann aber auch als Papierfragebogen bestellt und kostenlos zurückgeschickt werden. Verfügbar ist sie in mehreren Sprachen, darunter Englisch, Französisch, Türkisch, Arabisch, Spanisch, Russisch, Polnisch, Ukrainisch sowie in deutscher Gebärdensprache. Zusätzlich gibt es Versionen in einfacher Sprache.

Die Antidiskriminierungsstelle ruft nicht nur zur eigenen Teilnahme auf, sondern bittet auch darum, die Umfrage im persönlichen Umfeld und in sozialen Netzwerken zu teilen. Unterstützung kommt dabei auch von bekannten Persönlichkeiten wie Maren Kroymann, Marcel Fratzscher und Marina Weisband.

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