Nicki Minaj stolz auf «Trump Gold Card» – «Bin wahrscheinlich sein grösster Fan»
Die beiden hielten sogar Händchen
US-Rapperin Nicki Minaj («Barbie World») zeigte sich lange als LGBTIQ-Verbündete. Nun schwärmt sie erneut für Donald Trump und die queerfeindliche MAGA-Bewegung.
Rapperin Nicki Minaj hat nach eigenen Angaben eine «Trump Gold Card» erhalten. Die 43-Jährige veröffentlichte zunächst auf X ein Foto der goldfarbenen Karte. Das Weisse Haus griff den Beitrag auf und verbreitete ihn weiter, verbunden mit einem Link zur Internetseite des Programms. Mit der «Trump Gold Card» können sich vermögende Ausländer*innen gegen Zahlung von einer Million US-Dollar ein Aufenthaltsrecht in den USA sichern. Das System ähnelt der bekannten Green Card.
In einem weiteren Beitrag bekannte sich die in Trinidad in der Karibik geborene Musikerin zu US-Präsident Donald Trump: Ihre Staatsbürgerschaftsunterlagen würden nun abschliessend bearbeitet – «laut meinem wunderbaren, gnädigen, charmanten Präsidenten», fügte sie auf X hinzu.
Die Goldkarte hat sie nach eigener Darstellung kostenlos bekommen. Nach Angaben der US-Regierung zielt das Programm darauf ab, besonders qualifizierte und vorab überprüfte Arbeitskräfte für Unternehmen in den USA zu gewinnen. Die Karte selbst trägt neben Trumps Namen auch sein Konterfei neben der Freiheitsstatue.
Das ist noch nicht alles: Unter dem Namen «Trump Accounts» sollen Neugeborene in der zweiten Amtszeit des US-Präsidenten ein Konto mit 1'000 Dollar bekommen. Finanzfirmen springen auf die Initiative auf.
Rapperin Nicki Minaj werde hunderttausende Dollar für die Accounts spenden, sagte Trump bei der vom Finanzministerium organisierten Veranstaltung. Die Musikerin hielt dort sogar Händchen mit dem Präsidenten und verkündete bei der Gelegenheit, sie sei «wahrscheinlich» der grösste Fan des US-Präsidenten. Noch Anfang des Vorjahres hatte Minaj sich gegenüber MTV News sehr queerfreundlich und solidarisch gezeigt: «Ich möchte meine homosexuellen Fans ermutigen, zu kämpfen und mutig zu sein».
Doch neuerdings hörte man von ihr ganz andere Töne: Minaj griff u.a. bei X/Twitter immer wieder den kalifornischen Gouverneur Gavin Newsom für seine trans-freundliche Poliitk an. «Nicht mal ein erwachsener trans Mensch würde mit so etwas kandidieren. Normale Erwachsene wachen morgens auf und wollen gesunde, sichere und glückliche Kinder sehen.» (MANNSCHAFT berichtete). Ausserdem erklärte sie bei einem Auftritt mit der Witwe des rechten Hasspredigers Charlie Kirk beim «AmericaFest»: «Jungs, seid Jungs. Es ist in Ordnung. Seid Jungs. Es ist nichts falsch daran, ein Junge zu sein.»
In Zürich zogen bereits mehrere queere Lokale Konsequenzen und distanzierten sich öffentlich von der Rapperin. (MANNSCHAFT berichtete).
Die Rapperin hat international viel Kritik für ihre Haltung einstecken müssen und auch ihren Instagram-Account deaktiviert. US-Medienberichten zufolge soll sie viele Millionen Follower*innen verloren haben.
Zu Beginn ihrer Karriere hatte die Rapperin noch behauptet, bisexuell zu sein, räumte aber später ein, dies gesagt zu haben, um Aufmerksamkeit zu bekommen.
Auch Róisín Murphy hat sich mittlerweile vom Queer-Liebling zur Persona non grata gewandelt: Grund sind ihre Aussagen zu jungen trans Menschen (MANNSCHAFT berichtete).
Hinter der 4. Staffel stecken queere Köpfe bei «Ku'damm 77» – Durch Diversität wird niemandem etwas weggenommen (MANNSCHAFT berichtete).