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Trans Frau in Berlin beleidigt und mit Stein beworfen

Die 29-Jährige war in Kreuzberg auf eine Gruppe junger Männer gestossen

Hassgewalt in Berlin

Am Mittwochabend wurde eine trans Frau in Berlin-Kreuzberg beschimpft und mit einem Stein beworfen.

Nach bisherigen Erkenntnissen wurde die 29-Jährige gegen 20.45 Uhr in der Friedrichstrasse aus einer Gruppe junger Männer heraus «aufgrund ihrer sexuellen Orientierung» beschimpft, wie es im Polizeibericht heisst. Anschliessend warf eine Person aus der Gruppe einen Stein in ihre Richtung, dem sie glücklicherweise ausweichen konnte.

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Als die Männer bemerkten, dass die 29-Jährige die Polizei alarmierte, ergriffen diese die Flucht. Die weiteren Ermittlungen führt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin.

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Im vergangenen Jahr wurden laut MANEO, dem schwulen Anti-Gewalt-Projekt in Berlin, insgesamt 559 Fälle mit homo- und transphobem Hintergrund in Berlin erfasst. Damit hat sich die Anzahl der registrierten Fälle gegenüber dem Vorjahr um ein Drittel (32%) bzw. 177 Fälle erhöht (MANNSCHAFT berichtete). In keinem Jahr zuvor wurden laut MANEO so viele Fälle von Gewalt gegen LGBTIQ in der Hauptstadt erfasst wie in 2019.

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Zu den Bezirken, in denen LGBTIQ-feindliche Übergriffe am häufigsten vorkommen, zählten laut MANEO die Regionen Schöneberg, Neukölln und Mitte.

So hat etwa auch die Gewalt gegen Lesben leicht zugenommen. Seit dem 1. Januar 2017 wurden demnach 43 Fälle registriert, bei denen es sich um die Delikte Körperverletzung, Gefährliche Körperverletzung, Schwerer Raub und Beleidigung handelt (MANNSCHAFT berichtete).

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Auch online werden LGBTIQ häufig angefeindet und beleidigt oder gar bedroht. Hass und Hetze  im Netz werden in Deutschland jetzt deutlich härter bestraft. Wie der Hate-Speech-Beauftragte der bayerischen Justiz bei seiner Arbeit vorgeht, erzählt er hier im MANNSCHAFT-Interview.

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