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Jair Bolsonaro sah Mundschutz als «Schwuchtelzeug»

Diese Woche hat ein Test ergeben, dass er sich mit Corona infiziert hat

Jair Bolsonaro
Jair Bolsonaro

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Mit Mundschutz sah man den bekennenden Homohasser selten. Kein Wunder – das war für ihn «Schwuchtelzeug».

Berichten zufolge sagte Jair Bolsonaro den Mitarbeiter*innen und Besucher*innen seines Büros, dass «das Tragen von Masken verdammtes Schwuchtelhzeug ist», berichtet die Journalistin Mônica Bergamo. Innerhalb weniger Tage wurde der Präsident positiv auf COVID-19 getestet.

Bei Twitter reagieren viele User auf dieser Enthüllung. Er benutze eine Hundepfotenmaske, mal auch eine rosa Maske, «um auf Probleme der Männlichkeit wie Ihren Mythos zu reagieren», schrieb der User Tales.

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Wegen seiner Corona-Politik steht der Präsident schon länger in der Kritik. Im April hatte er den populären Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandetta nach Auseinandersetzungen über die Bekämpfung der Krise gefeuert und durch einen treuen Gefolgsmann ersetzt (MANNSCHAFT berichtete).

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Nun hat sich der brasilianische Präsident mit dem Coronavirus infiziert. Das sagte der Staatschef am Dienstag nach einem positiven Test in einem Militärhospital in der Hauptstadt Brasilia.

Medienberichten zufolge hatte der Staatschef zuvor Symptome gezeigt: Er habe Fieber und Gliederschmerzen gehabt. Am Montag trug er entgegen seiner Gewohnheit eine Maske und riet einem Anhänger, sich ihm nicht zu nähern.

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Brasilien ist neben den USA derzeit einer der Brennpunkte der Corona-Pandemie. Bislang haben sich in dem grössten Land Lateinamerikas 1,6 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, 64.867 Patienten sind im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Experten gehen davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen noch deutlich höher liegen, da in Brasilien nur recht wenig getestet wird.

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Im Herbst 2018 wurde Bolsonaro ins Amt gewählt (MANNSCHAFT berichtete). In einem Interview mit dem Playboy gab der 63-Jährige unumwunden zu: «Ich könnte keinen schwulen Sohn lieben. Ich hätte lieber, dass er bei einem Autounfall sterben würde.»

An anderer Stelle setzte er das Gerücht in die Welt, dass Drogenkonsum viele Männer schwul mache. Auch die Weltgesundheitsorganisation beschuldigte er schon, Kinder homosexuell machen zu wollen (MANNSCHAFT berichtete).

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