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Der ESC 2021 kommt – mit einer kleinen Änderung

Mit der Anpassung sollen die Kandidat*iinnen flexibler sein

ESC 2021
Die Veranstaltungshalle Rotterdam AHOY ist auch beim ESC 2021 Austragungsort. (Bild: Rotterdam Ahoy)

Zukünftig müssen Sänger*innen und Bands auf der Bühne nicht mehr live Backgroundsänger*innen engagieren. Mit dieser Regeländerung soll die Durchführung des ESC 2021 zu hundert Prozent gewährleistet werden.

Erst gab es keinen ESC, dann gleich mehrere Ersatzsendungen, was aber auch nicht alle glücklich machte (MANNSCHAFT berichtete). Als bekannt wurde, dass die Kandidat*innen, die 2020 mitgemacht hätten, nicht mit den gleichen Songs antreten dürfen, hing der ESC-Hausfrieden erst recht schief (MANNSCHAFT berichtete). Mit diversen Ersatzveranstaltungen versuchte man, die ESC-Stimmung zu simulieren.

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Die gute Nachricht: Der Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam wird stattfinden. Am 18. und 20. Mai finden die Vorentscheidungen statt, am 22. Mai dann das grosse Finale. «Die Musik, die Künstler*innen, die Fans, der Wettbewerb und der internationale Charakter vereint, sind das, was den Eurovision Song Contest so einzigartig macht. Wir haben jetzt ein Jahr Zeit um alle möglichen Szenarien bis ins Detail durchzuspielen, damit wir die Show unter allen Umständen durchführen können», erklärt Sietse Bakker, der Executive Producer des Events.

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Dazu mussten auch die Regeln geändert werden. Bis dato war es den Künstler*innen nicht erlaubt, unterstützende Stimmen ab Band laufen zu lassen. Die Backgroundsänger*innen mussten – wie die Künstler*in auch – auf der Bühne stehen. Beim ESC 2021 in Rotterdam soll diese Regelung nicht mehr gelten. Das hat gleich mehrere Vorteile.

«Was wir im Frühling 2020 gelernt haben ist, dass wir auf eine Globale Krise vorbereitet sein müssen. Also haben wir die Regeln entsprechend angepasst. Wir müssen flexibler sein und das Format etwas ändern», so Martin Österdahl, der neue Executive Supervisor.

«Wir glauben, dass das Erlauben von bereits aufgezeichneten Hintergrundstimmen das kreative Potential und die Vielfalt steigert und die Modernisierung des ESC ermöglicht», schreibt ESC Rotterdam auf der Website. Die Songwriter*innen hätten so auch die Möglichkeit, ihr Werk so nah am Original wie möglich zu präsentieren. Zudem würde die Flexibilität gesteigert werden, da weniger Leute mitreisen müssen. Dadurch können die Delegationen auch Kosten sparen.

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The Day after Corona – ein Gedankenspiel

In den nächsten Monaten wird entschieden, welche Elemente der diesen Frühling geplanten Show nächstes Jahr wieder benutzt werden. Sicher ist bisher erst die Bühne, die zum Zeitpunkt der Absage bereis vorbereitet war. Alles andere hänge davon ab, was in der Zeit möglich ist und ob es in die Stimmung von 2021 reinpasst, so Bakker.

Wie ursprünglich geplant, findet der Eurovision Song Contest 2021 im niederländischen Rotterdam statt. Die Veranstaltungshalle Ahoy Rotterdam hat Platz für über 10’000 Besucher*innen. Tickets von diesem Jahr sind auch nächstes Jahr noch gültig.

Zur Zeitüberbrückung sei an dieser Stelle der Netflix-Film «Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga» empfohlen. Der US-Komiker Will Ferrel spielt darin einen isländischen Teilnehmer, der seit dem Sieg von ABBA 1974 von der Teilnahme träumt. Hier gehts zur Rezension.

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