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Homophobie in Russland: 83 % finden schwulen Sex verwerflich

Die Zahlen sind erschreckend: 83 % der Russen halten es für moralisch verwerflich, gleichgeschlechtlichen Sex zu haben. Die Ablehnung gegenüber queeren Menschen nimmt stetig zu – das zeigt die Umfrage des unabhängigen Levada Centers, die jetzt veröffentlich wurde. Damit hat die Homophobie in Russland einen neuen Höchststand erreicht. Erst im November erreichte uns aus Putins Reich die Meldung, dass die Zahl der Hassverbrechen stark gestiegen sei.

Die große Mehrheit von 83 % der Befragten sagten, es sei „immer verwerflich“ oder „fast immer verwerflich“, wenn zwei Erwachsene desselben Geschlechts Sex miteinander hätten. Im Jahr 2008 lag die Zahl bei 76 %, zehn Jahr zuvor, im Jahr 1998, hatte sie laut Moscow Times bei „nur“ 68 % gelegen.

Homophobie in Russland
Unter Präsident Putin, der sich bei Twitter gerne oben ohne zeigt, steigt die Homophobie in Russland (Foto: Twitter)

Levada befragte Mitte Dezember 1.600 Menschen aus 48 Regionen in Russland. In der aktuellen Umfrage sagte eine kleine Minderheit von lediglich 8 %, es sei nichts dagegen einzwenden, wenn zwei Männer oder zwei Frauen miteinander ins Bett gehen.

Homophobie in Russland bei Alt und Jung

Während vor zehn Jahren jüngere Menschen (bis 31 Jahre) noch toleranter als die ältere Generation waren, hat sich der Unterschied mittlerweile aufgehoben. Die ultrakonservativen Einstellungen der Menschen in Russen zeigen sich auch bei der gestiegenen Ablehnung von außerehelichen Affären und Abtreibungen.

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