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Aus dem Schrank kommen? Hier gibt’s Unterstützung beim Coming-out

Die HOSI Salzburg will ein angstfreies Arbeits- Bildungs- und familiäres Umfeld für Queers

Coming-out
Foto: AdobeStock

Der 11. Oktober ist Internationaler Coming-out-Day. Ein besonderer Tag für Mitglieder der LGBTIQ Community. Jene, die es schon hinter sich haben, erinnern sich immer an ihren ersten Coming-out-Moment. Und diejenigen, denen es noch bevorsteht, blicken meist mit gemischten Gefühlen ihrem eigenen Coming-out-Day entgegen.

Das Coming-out wird häufig als Befreiung erlebt, erklärt die HOSI Salzburg. Die Notwendigkeit des Verheimlichens fällt weg und die eigene Identität, Erfahrungen und Wünsche können mit anderen geteilt werden. Und der Coming-out-Day soll Mut machen, diesen Schritt zu wagen und zu sich selbst zu stehen (das war auch das Ziel von Jochen Schropp, als er sich outete – MANNSCHAFT berichtete).

«Vor allem ein angstfreier Arbeitsplatz, sowie ein Umfeld, welches einen akzeptiert, sollte inzwischen eine Selbstverständlichkeit sein. Und dennoch sind Menschen aus der LGBTIQ Community noch immer Diskriminierung und Hass ausgesetzt», sagt Josef Lindner jun., HOSI-Obmann.

Die HOSI trage mit ihren Bildungsangeboten: «Vielfalt im Beruf» und «Schule der Vielfalt» zum Abbau von Vorurteilen bei. So kann ein angstfreies Arbeits- Bildungs- und familiäres Umfeld geschaffen werden.


Auch der hessische Sozial- und Integrationsminister Kai Klose (Grüne) will dazu beitragen, dass LGBTIQ während ihres Coming-outs mehr Wertschätzung erfahren.

Jedes Coming-out bringt uns auf dem Weg zur Akzeptanz einen wichtigen Schritt weiter.

«Auch wenn die Akzeptanz in den letzten Jahren gewachsen ist, existieren weiter Hürden», sagt Klose. «Deshalb gratuliere ich heute allen Lesben, Schwulen, trans und Inter Personen, die sich im Laufe des letzten Jahres geoutet haben. Gleichzeitig danke ich Ihnen, denn als Vorbilder machen sie Mut. Jedes Coming-out bringt uns auf dem Weg zur Akzeptanz einen wichtigen Schritt weiter: Vielen Dank für Ihren ganz persönlichen Beitrag!»

Die Landesregierung arbeite gemeinsam mit der Community intensiv an der Weiterentwicklung des Hessischen Aktionsplans für Akzeptanz und Vielfalt, um die Akzeptanz der Vielfalt sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten zu stärken und insbesondere Jugendliche während der häufig schwierigen Phase des Coming-outs zu unterstützen, so der Minister.


Durch die Förderung der Landesregierung konnte die Akzeptanzarbeit laut Klose seit 2015 mit mehr als 3,5 Millionen Euro unterstützt werden. Allein 2021 kam mehr als eine Million Euro an Förderung hinzu. «Damit sensibilisieren wir die Menschen in Hessen für die Belange von LGBTIQ und tragen dazu bei, dass Menschen in ihren Coming-outs mehr Wertschätzung erfahren.»

Immer mehr Jugendliche outen sich vor Eltern. US-Wissenschaftler haben untersucht, wie sich das Coming-out-Verhalten von männlichen Teenagern verändert hat, sie sich nicht als heterosexuell identifizieren (MANNSCHAFT berichtete).


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