Homofeindlich beleidigt, getreten und verletzt

Polizistin neben einem Polizeifahrzeug
Symbolfoto (Bild: Marijan Murat/dpa)

Am Wochenende kam es in Berlin-Lichtenberg zu einem homophob motivierten Angriff auf zwei junge Frauen.

Samstagabend an der Tramhaltestelle Arendsweg: Nach bisherigen Erkenntnissen wurden gegen 23:30 Uhr zwei Frauen im Alter von 19 und 23 Jahren von drei unbekannt gebliebenen Tatverdächtigen homophob beleidigt. Im weiteren Verlauf griffen zwei der Männer die beiden Frauen körperlich an. Die 23-Jährige wurden getreten, mit Fäusten geschlagen, an den Haaren gezogen und bespuckt. Die 19-Jährige wurde ebenfalls von einem Faustschlag getroffen. Anschliessend flüchtete das Trio in Richtung Große-Leege-Straße. Die 23-Jährige erlitt Verletzungen im Gesicht sowie am linken Oberschenkel. Die 19-Jährige erlitt Schmerzen im Kieferbereich.

Beiden Frauen wurden am Ort von Rettungskräften medizinisch versorgt und anschließend für eine ambulante Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die weiteren Ermittlungen, insbesondere wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und der Beleidigung mit homophobem Hintergrund, hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes Berlin übernommen. (kw)

Anfang des Monats hatte es in Berlin-Waidmannslust einen homofeindlichen Vorfalle gegeben: So soll ein 29-jähriger Mann gegen 6:20 Uhr an einer Bushaltestelle am Waidmannsluster Damm Ecke Oraniendamm auf den Bus der Linie 322 gewartet haben. Ein Unbekannter soll den 29-Jährigen in der Folge homophob beleidigt, bedroht und noch bespuckt haben. Beide stiegen anschliessend in den eingefahrenen Bus, den der 29-Jährige später wieder verliess, während der Unbekannte weitergefahren sein soll.

Die weiteren Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt übernommen.

In der Woche davor gab es einen transfeindlichen Vorfall in Berlin: Kurz vor 23 Uhr seien die 26 und 30 Jahre alten Frauen in der Berliner Falkstrasse aus einem Fahrzeug gestiegen, das mit zwei weiteren Männern besetzt gewesen sei. Beim Aussteigen soll eine Personengruppe aus unbekannten jungen Männern die Frauen mit transphoben Worten beleidigt haben.

Dem Vernehmen nach setzten die Frauen zügig ihren Weg fort, um sich der Konfliktsituation zu entziehen. Daraufhin sollen die Unbekannten auf das Auto zugelaufen sein und sollen versucht haben, es zu öffnen. Zuvor habe der 24-jährige Beifahrer, der sich neben dem 30-jährigen Fahrer in dem Wagen befunden haben soll, die Fahrzeugtüren verriegelt. Anschliessend habe die Gruppe eine Blockade gebildet, um die beiden Fahrzeuginsassen am Wegfahren zu hindern. Als sich die alarmierten Einsatzkräfte dem Ort näherten, sollen die Täter umgehend geflüchtet sein.

Zuvor, am Montag letzter Woche, war es in einer Strassenbahn im Ortsteil Berlin-Fennpfuhl zu einer Körperverletzung und Beleidigung mit queerfeindlichem Hintergrund gekommen.

Das Schwuz von morgen wird wohl kleiner. Im Kulturausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses hat sich die zuständige Senatorin zum geschlossenen queeren Club geäussert (MANNSCHAFT berichtete).

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