Alarmierende Zunahme von Straftaten gegen LGBTIQ
Das Innenministerium hat für den Anstieg der Zahlen eine Erklärung – aber ist diese nicht zu kurz gegriffen?
In Brandenburg sind der Polizei im vergangenen Jahr deutlich mehr Straftaten gegen Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung gemeldet worden.
In Brandenburg ist die Zahl der registrierten Straftaten gegen Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität deutlich angestiegen. Im vergangenen Jahr seien insgesamt 115 Straftaten in diesem Zusammenhang gemeldet worden, hiess es in einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der SPD-Fraktion. Inklusive elf Nachmeldungen waren es 2024 insgesamt 95 solcher Taten.
«Es ist ein Anstieg erkennbar, der unter anderem auf ein verändertes Anzeigeverhalten aufgrund von mehr Awareness und Vertrauen in die Institutionen der Geschädigten zurückzuführen sein könnte», erklärte das Innenministerium.
Auch die Behörden versuchten, für dieses Problem zu sensibilisieren. Dies geschehe unter anderem durch Teilnahme an Informationsveranstaltungen, Netzwerkarbeit und durch Sensibilisierungsmassnahmen innerhalb der Polizei des Landes Brandenburg sowie anderer Sicherheitsbehörden (MANNSCHAFT berichtete über einen Skandal bei der Brandenburger Polizei, der nicht von Sensibilisierung zeugt).
Queerfeindliche Taten als Warnsignal Hasskriminalität sei die massivste Ausdrucksform gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, führte das Ministerium aus. Solche Straftaten zielen nicht nur auf Menschen als Individuen, sondern zusätzlich darauf ab, ganze Bevölkerungsgruppen einzuschüchtern.
Die queerfeindliche Hasskriminalität könne sich auch gegen Institutionen, Organisationen und Vereine richten. Im Jahr 2025 geschah dies in Brandenburg in mehreren Landkreisen.
Bei den Delikten etwa gegen LGBTIQ handelt es sich um vorläufige Angaben, die sich durch laufende Ermittlungen noch erhöhen könnten. So gab es zum Beispiel für das Jahr 2024 elf Nachmeldungen.
Vom gemobbten Kind zum offenen schwulen Social-Media-Star. Luke Hamnett sagt heute im Rückblick: «Am Ende des Tunnels gibt es Licht» (MANNSCHAFT berichtete).