Luke Hamnett: Vom gemobbten Kind zum offenen schwulen Social-Media-Star

Er sagt heute im Rückblick: «Am Ende des Tunnels gibt es Licht»

Social-Media-Star Luke Hamnett
Social-Media-Star Luke Hamnett (Bild: Instagram/@lukehamnett)

Die meisten kennen Luke Hamnett, weil er auf TikTok mit seinen Comedy-Sketchen viral gegangen ist. Mit mehr als zwei Millionen Follower*innen auf TikTok und Instagram kann man ihn ohne Übertreibung als Social-Media-Sensation bezeichnen.

Vor seinem Online-Ruhm arbeitete Luke als Oberschullehrer und als Versicherungsvertreter. Weniger öffentlich sprach er bisher über seine Kindheit und die schädlichen Auswirkungen von Mobbing auf sein Leben.

Der 33-Jährige erinnert jetzt daran, dass das Mobbing in der Schule begann, als er etwa fünf Jahre alt war. Damals verstand er nicht, warum Menschen so schreckliche Dinge über ihn sagten.

«Ich habe es meinen Eltern erzählt», wird er von Pink News zitiert. Und weiter: «Sie haben mich wirklich unterstützt und sind oft in die Schule gegangen, um mir so gut wie möglich zu helfen. Ich sah aus wie die typische Person, die man mobbt: Ich hatte rote Haare, eine Brille, schiefe Zähne und ich war schwul – na ja, ich versuchte damals, meine Sexualität zu verstehen.»

Er erzählt, dass das Mobbing bis zur Oberschule anhielt, doch als er älter wurde, begann er, Humor als «Abwehrmechanismus» zu nutzen. «Ich habe versucht, meine Gegner*innen so oft wie möglich zum Lachen zu bringen, um Teil des Witzes zu sein, anstatt selbst der Witz zu sein – obwohl es mir sehr weh tat.»

Hamnett outete sich mit 15 gegenüber einem engen Freund. «Ich wusste nicht, was meine Gefühle bedeuten, und es machte mir grosse Angst, vor allem 2007 – die Welt hat sich seitdem verändert.» Damals erzählte er nicht vielen Menschen von seiner Sexualität, erinnert sich aber an einen Mitschüler, der es tat.

«Er bekam dafür so viel Hass. Sie haben ihm ständig Sachen zugerufen, und ich dachte, er sei so mutig, weil ich wusste, dass ich auch schwul bin und ich wollte nicht denselben Hass erleben.» (MANNSCHAFT berichtete über die Schulerfahrungen von Sam Smith.)

Manchmal, so Hamnett, hatte er das Gefühl, nie wirklich als er selbst leben zu können. Statt in der sechsten Klasse zu bleiben, beschloss er wegzuziehen, um sich frei entfalten zu können. Damals wünschte er sich, heterosexuell zu sein, weil es «sein Leben einfacher gemacht hätte».

Heute ist Hamnett ein stolzer, offen schwuler Mann und kümmere sich nicht mehr darum, was andere denken, so Pink News. «Jetzt höre ich einfach nicht mehr auf den Hass», sagte er über mögliche fortdauernde Anfeindungen.

Würde er seine Vergangenheit ändern? «Nein, weil sie mich zu der Person gemacht hat, die ich bin: jemand, der stark ist, weiss, was er will, und unapologetisch er selbst ist», betont er.

«Humor ist Schutz und eine Kraft. Ich mache immer aus Situationen etwas Lustiges, selbst wenn jemand um mich herum traurig ist, versuche ich, ihn zum Lachen zu bringen. Es ist ein bisschen wie meine Superkraft.»

«Humor ist Schutz und eine Kraft»

Luke Hamnett, Social-Media-Persönlichkeit

«Ich möchte, dass die Leute auf meinem Instagram und TikTok Ablenkung und Unterhaltung finden», sagt Hamnett. «Vielleicht hat jemand gerade eine schwere Zeit und geht auf meine Profile, um zu lachen. Ein Lachen macht einfach alles besser.»

Nur eine Frage der Zeit: Die schwule Pornoversion von «Heated Rivalry» ist da! Das Paar Paul Codi und Travis Connor behauptet, die «Realität» zu repräsentieren (MANNSCHAFT berichtete).

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