Nach Rücktritt: Schafft Gus Kenworthy das Olympia-Comeback?

Gus Kenworthy will 2026 wieder aufs Podium.
Gus Kenworthy will wieder aufs Podest (Bild: instagram.com/guskenworthy)

Nach einer vierjährigen Pause wagt der offen schwule Freeski-Star ein Comeback mit Blick auf die Olympischen Winterspiele in Mailand-Cortina.

Der britisch-amerikanische Freeski-Star Gus Kenworthy kehrt zurück auf die Wettkampf-Piste (MANNSCHAFT berichtete). Nach seinem Rücktritt nach den Olympischen Spielen 2022 in Peking startet er nun eine letzte Chance auf die Olympiateilnahme in Mailand-Cortina. Der 34-Jährige ist bereits mehrfacher Olympiateilnehmer und Silbermedaillengewinner im Slopestyle von 2014.

Bei seinem Comeback auf der Copper-Grand-Prix-Piste erzielte Kenworthy in der Männer-Halfpipe den vierten Platz im Finale und damit die beste Platzierung für Team Grossbritannien, für das er seit 2019 startet. Nach einem holprigen ersten Lauf legte er einen starken zweiten Lauf hin: «Ein Schritt näher zu Mailand 2026», kommentierte er auf Instagram. Begleitet wurde er von seinem Hund Birdie, der nach seinen Worten die meiste Aufmerksamkeit auf sich zog: «Am US-Grand-Prix-Wochenende bin ich vielleicht auf den vierten Platz gekommen, aber Birdie dominierte die Übertragung, insgesamt fühlte es sich wie ein Sieg an.»

Sein Comeback begann Anfang Dezember beim Snow League China, seinem ersten professionellen Wettkampf seit vier Jahren, wo er auf dem Podium landete: «Gestern hatte ich beim Ablauf der Vorrunden viel Glück, aber egal – ich bin wirklich zufrieden mit meinem Ski-Fahren beim ersten Wettkampf seit vier Jahren und fühle mich geehrt (und ehrlich gesagt ziemlich überwältigt), wieder auf dem Podium zu stehen!»

Anfang Januar startete Kenworthy beim World Cup in Calgary, einem weiteren Schritt in Richtung Olympiaqualifikation. Dort verpasste er jedoch das Finale in der Halfpipe, womit er sich über dieses Ergebnis nicht direkt für die Olympischen Spiele qualifizieren konnte. Zuvor hatte er aber bereits wichtige Qualifikationskriterien erfüllt, darunter 50 FIS-Punkte und ein Top‑30-Ergebnis.

Kenworthy, der 2015 als einer der ersten offen schwulen Winterolympioniken öffentlich bekannt wurde (MANNSCHAFT berichtete), hatte 2014 und 2018 für Team USA gestartet, bevor er 2019 zu Team Grossbritannien wechselte. Über seine Motivation für ein Comeback sagte er gegenüber ESPN: «Nachdem ich einen Schritt zurückgetreten bin, habe ich gemerkt, dass ich das Skifahren vermisse und wirklich wieder antreten möchte. Ich wusste nicht, ob ich nach dreieinhalb Jahren zurückkommen könnte, aber ich wusste, dass ich es nach siebeneinhalb Jahren nicht mehr könnte. Also gilt: Diese Olympischen Spiele oder nichts. Ich werde diese Gelegenheit nie wieder haben.»

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