Nach 8 Jahren Sperre: Queere Paare zurück in Polens Staatsfernsehen
Nach achtjähriger Sperre waren jetzt die ersten LGBTIQ-Paare zu Gast im polnischen Nationalfernsehen.
Unter ihnen war das international bekannte schwule Aktivistenpaar Jakub und David. Jakub, der vor sieben Jahren von TVP entlassen wurde, weil er schwul ist (MANNSCHAFT berichtete). Nun schwenkte er im Fernsehen eine Regenbogenfahne und verkündete freudig: «Im polnischen Fernsehen ist Homophobie vorbei.»
Die letzten acht Jahre waren für die LGBT-Community in Polen schwierig. Die konservative Regierung hat eine Reihe von Vorschriften erlassen, die sexuelle Minderheiten diskriminieren – dazu kamen die berüchtigten «LGBT-freien Zonen» in vielen Gemeinden und Städten, die inzwischen vielerorts wieder aufgehoben wurden (MANNSCHAFT berichtete).
LGBTIQ-Themen wurden auch in den nationalen Medien verboten. Auch während der Übertragung des Eurovision Song Contest soll es Versuche gegeben haben, die Regenbogenfahne zu canceln.
Im Dezember, nach dem Wahlsieg, übernahm die demokratische Koalition die Macht und kündigte Veränderungen auch für LGBTIQ an (MANNSCHAFT berichtete). Premierminister Donald Tusk beschloss, das Gesetz über Lebenspartnerschaften innerhalb der ersten 100 Tage nach seinem Amtsantritt zu erlassen.
Auch das nationale Fernsehen habe sich verändert, teilt die LGBTIQ-Organisation Rainbow Poland mit. Der Besuch queerer Paare mit Regenbogenfahne war ein symbolisches neues Kapitel für das nationale Fernsehen. Jacob plane ausserdem, eine Morgenshow im polnischen Fernsehen zu moderieren.
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