«Heated Rivalry»-Stars: Der wohl queerste Moment der Golden Globes

«Heated Rivalry»
Connor Storrie (links) spielte den nervösen Schauspieler, Hudson Williams beruhigte ihn. (Bild: Screenshot Youtube/Golden Globes)

Gayer geht’s nicht: Shootingstarts Hudson Williams und Connor Storrie hielten bei den Golden Globes die Laudatio für die beste TV-Nebendarstellerin. Die offen lesbische Erin Doherty gewann für «Adolescence».

Bei den 83. Golden Globe Awards in Los Angeles sorgten die Stars der kanadischen Erfolgsserie «Heated Rivalry», Hudson Williams und Connor Storrie, für einen der queersten Momente des Abends. Das Duo präsentierte die Trophäe für die beste Nebendarstellerin in einer TV-Serie. Die Gewinnerin war Erin Doherty für ihre Rolle in der Netflix-Serie «Adolescence».

Bevor sie die Bühne betraten, suchten zwei Kampfsportler als «Security» die Bühne ab, um die beiden vor übermütigen Fans zu schützen. Zum Auftakt lief Chappell Roans Song «Pink Pony Club», während Williams und Storrie unter tosendem Applaus auf das Podium gingen. Schwuler geht nicht!

Storrie wirkte zunächst sichtlich nervös. Williams versuchte, ihn zu beruhigen, indem er vorschlug: «Stell dir vor, alle im Publikum… na ja, du weisst schon.» Storrie antwortete lachend und spielte auf die Nacktszenen an, die weltweit für Schlagzeilen gesorgt hatten: «Ich weiss nicht, ob das funktioniert, wenn alle uns schon gesehen haben… du weisst schon.» Die beiden scherzten noch über die Bekanntheit ihrer Serie: «Denkst du, jeder im Publikum hat Heated Rivalry gesehen?» fragte Williams. Storrie fügte augenzwinkernd hinzu: «Ihre Trainer haben, ihre Mütter haben, ihre Töchter haben.»

Nach dem humorvollen Einstieg lasen sie die Nominierten vor, zu denen Aimee Lou Wood, Carrie Coon, Erin Doherty, Parker Posey, Catherine O’Hara und Hannah Einbinder gehörten. Doherty wurde dann als Gewinnerin verkündet. Sie küsste ihre Partnerin und trat auf die Bühne, wo sie in einem Schockzustand sagte: «Ich habe meiner Mutter versprochen, nicht zu fluchen, aber was zum Teufel? Holy shit! Sorry, Mama.»

In ihrer Dankesrede fügte sie hinzu: «Ich wollte nicht davon ausgehen, aber ich glaube, wir alle kennen Therapeut*innen. Das Leben kann hart sein. Mentale Gesundheit ist alles. Danke an die Therapeut*innen, es war eine Ehre, eine zu spielen.» Dieser Sieg folgte nur wenige Monate nach Dohertys Emmy-Gewinn 2025 als beste Nebendarstellerin in einer Limited-Anthology-Serie oder einem Film, ebenfalls für ihre Rolle in «Adolescence» (MANNSCHAFT berichtete).

Obwohl Heated Rivalry aufgrund der rein kanadischen Produktion selbst nicht für Golden-Globe-Nominierungen in Frage kam, wurden Williams und Storrie prominent in den Abend eingebunden. Schon zuvor hatte Moderatorin Nikki Glaser auf den Hype um die Serie angespielt: «Ich will nicht zu ernst werden, aber Geschichten wie diese werden nicht immer erzählt. Der Erfolg von Heated Rivalry ist der Beweis, dass amerikanische Zuschauer bereit für mehr Serien über Hockey sind, okay?»

Mehr: Das werden 2026 die grössten queeren Highlights für Film- und Serienfans (MANNSCHAFT berichtete)

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