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Unfallfreie Fahrer*innen können mit tieferen Prämien rechnen

Chrys Fischbacher, Experte bei Helvetia, warnt vor Doppelversicherungen

Bild: Pexels/Roman Odintsov

Als brächte der Kauf eines Autos oder eines Motorrads nicht schon genügend Fragen mit sich, verlangt der Abschluss einer Motorfahrzeugversicherung zusätzliche Entscheidungen. Chrys Fischbacher, Experte bei Helvetia, warnt vor Doppelversicherungen und sagt, worauf man bei Elektrofahrzeugen zusätzlich achten muss.

Herr Fischbacher, was sind die wichtigsten Fragen, die ich mir vor dem Abschluss einer Versicherung für mein Auto oder Motorrad stellen muss?
Da gibt es einige: Wie umfangreich soll der Versicherungsschutz und wie hoch die Selbstbeteiligung bei einem Schadenfall sein? Weiter ist das Preis-Leistungs-Verhältnis eines Produktes wichtig. Oft bietet der günstige Anbieter nicht zwingend auch die beste Versicherungslösung an. Ein Beratungstermin beim Versicherungsexperten ist hier hilfreich und sinnvoll.

Mein Auto bringt mich von A nach B und hat für mich keinen Liebhaberwert – soll ich mich demnach für die Versicherung mit der minimalsten Deckung entscheiden?
Das hängt vom Fahrzeugwert, von der persönlichen finanziellen Situation, dem Verwendungszweck des Fahrzeuges und der persönlichen Risikobereitschaft – den Schaden selber zu bezahlen – ab.

Teilkasko oder Vollkasko. Was muss ich für meine Entscheidung berücksichtigen?
Wichtigster Punkt ist sicher der aktuelle Wert des Fahrzeuges. Hierbei helfen einem Plattformen für Autoverkäufe für eine grobe Einschätzung. Es gibt jedoch keine generelle Regel, ab welchem Fahrzeugwert oder ab welchem Fahrzeugalter die Vollkasko, nur die Teilkasko oder sogar nur noch eine Haftpflichtdeckung versichert werden soll. Das hängt sehr von den finanziellen Möglichkeiten der versicherten Person oder Familie bei einem Totalschaden des Autos ab. Auch in diesem Fall lohnt sich eine Beratung durch eine Fachperson.

versicherung auto motorrad
Chrys Fischbacher ist Teamleiter Produktmanagement Fahrzeugversicherungen bei Helvetia. (Bild: zvg)

Ich fahre seit Jahren sicher und unfallfrei. Spielt das beim Abschluss einer Versicherung eine Rolle?
Ja, auf alle Fälle: Als langjähriger und unfallfreier Fahrer dürfen Sie mit tieferen Prämien rechnen. Lenker*innen mit häufigen Schadenfällen in der Vergangenheit bezahlen unter anderem höhere Prämien oder haben einen höheren Selbstbehalt.

Handkehrum: Wie kann ein*e Neulenker*in verhindern, dass sich das Alter oder die mangelnde Erfahrung negativ auf die Versicherungsprämie auswirkt?
Viele Versicherer bieten auch für Neulenker*innen attraktive Produkte mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis an. Bei uns kann man beispielsweise beim Besuch eines Fahrsicherheitstrainings oder bei bestehender Jugendversicherung (Hausrat) von Einstiegsrabatten profitieren. Wir rechnen schadenfreie Jahre an, falls der Neulenker oder die Neulenkerin vor dem ersten Auto bereits ein Motorrad gelenkt hat.

Auf keinen Fall sollte die Versicherung über die Eltern abgeschlossen werden, also ein Elternteil als häufigsten Lenker deklarieren. Damit begeht man eine falsche Antragsdeklaration und riskiert, dass man im Schadenfall keine Leistungen erhält.

Ist ein Diebstahlschutz selbst dann empfehlenswert, wenn der Wagen oder das Motorrad nachts in der Einstellhalle steht?
Ja, auch dann sollte man unbedingt eine Diebstahlversicherung haben. Diese ist aber fixer Bestandteil der Teilkasko. Fahrzeuge werden nicht nur in der Nacht, sondern auch tagsüber gestohlen – etwa in der Parkgarage während des Einkaufens.

Ist Diebstahl nicht schon durch meine Hausratsversicherung gedeckt?
Nein, die Hausratversicherung deckt keinen Diebstahl von Motorfahrzeugen.

Am Wochenende in die Berge, kurz zum Einkaufen oder täglich zur Arbeit? Was immer du vorhast – mit den Fahrzeugversicherungen der Helvetia bist du sicher unterwegs.

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Spielen die zurückgelegten Kilometer pro Jahr bei der Wahl einer passenden Versicherung eine Rolle?
Es gibt Versicherungsgesellschaften, bei denen die Anzahl Kilometer eine Rolle spielt. Bei uns ist das beispielsweise nicht der Fall.

Viele Versicherungen bieten einen Bonusschutz an. Was kann ich darunter verstehen?
Der Bonusschutz ist eine Absicherung gegen eine negative Veränderung der Bonusstufe nach einem Schadenfall. Normalerweise führt jeder Schadenfall pro Jahr zu einer Höherstufung im Bonussystem. Mit dem Bonusschutz drückt die Versicherung ein Auge zu und verzichtet auch bei einem Schadenfall auf eine Höherstufung.

Gibt es bei einem Elektro-Auto etwas Besonderes, das man beim Abschluss einer Versicherung beachten muss?
Die Grundrisiken (Haftpflicht, Kasko, etc.) sind bei einem Elektrofahrzeug nicht anders als bei einem Benziner. Beachtung sollte allerdings der Ladestation geschenkt werden. Bei uns besteht etwa die Möglichkeit, die private Ladeinfrastruktur zuhause zusammen mit dem Auto zu versichern.

Wo liegt bei einer Motorfahrzeugversicherung das grösste Sparpotenzial?
Ein grosses Sparpotenzial liegt bei höheren Selbstbehalten für Haftpflicht- oder Kaskoereignisse.
Ebenfalls lassen sich Prämienkosten einsparen, indem man sich verpflichtet, im Schadenfall die Behebung im entsprechenden Garagen-Netzwerk der Versicherung vornehmen zu lassen. Die tieferen Kosten für die Reparatur werden dem Kunden oder der Kundin in Form einer reduzierten Prämie weitergegeben. Achten Sie auch darauf, keine Doppelversicherungen abzuschliessen. Beim Kauf eines Neuwagens sind oft ab Werk Pannendienstleistungen inklusive für einige Jahre.

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