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Er beschmierte das Denkmal für homosexuelle NS-Opfer

Zwischen dem 9. Juni und dem 8. September kam es im Berliner Tiergarten zu insgesamt sieben Sachbeschädigungen

homosexuelle NS-Opfer
Foto: Polizei

Nach Beschädigungen am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen in Berlin bittet der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt um Mithilfe.

Zwischen dem 9. Juni und dem 8. September 2019 kam es zu insgesamt sieben Sachbeschädigungen, bei denen der bislang unbekannte Tatverdächtige die Sichtscheibe des Denkmals in der Ebertstrasse mit schwarzer Farbe besprüht haben soll (MANNSCHAFT berichtete).

Mit MANNSCHAFT wird der Dezember festlich

Am 30. Juni etwa stellten Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma gegen 21.15 Uhr die Beschädigung des Denkmals für homosexuelle NS-Opfer fest. Damals wurde die Glasscheibe des Mahnmals mittels schwarzer Farbe beschädigt. Der polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin führt die dazugehörigen Ermittlungen.

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Zuvor war am 11. Juni 2019 über die Internetwache eine Sachbeschädigung angezeigt. Mit schwarzer Farbe war das Schaufenster des Denkmals beschmiert worden. Seit November wird das Denkmal nun videoüberwacht (MANNSCHAFT berichtete). Auch die Gedenktafeln am Magnus-Hirschfeld-Ufer, die an die erste homosexuelle Emanzipationsbewegung erinnern, wurden wiederholt beschädigt (MANNSCHAFT berichtete).

homosexuelle NS-Opfer
Hier hat sich der Tatverdächtige die Jacke über den Kopf gezogen (Foto: Polizei Berlin)

Bei einer erneuten Beschädigung am 7. Juli konnte ein aufmerksamer Zeuge den mutmasslichen Täter beobachten und Fotos von ihm machen. Er steht im Verdacht, die sieben Beschädigungen begangen zu haben.

Die Ermittler*innen fragen:
Wer kann Angaben zu dem abgebildeten Mann machen?
Wer kann Angaben zu seinem Aufenthaltsort machen?
Wer hat zwischen dem 9. Juni und dem 8. September 2019 verdächtige Beobachtungen in Zusammenhang mit dem Denkmal gemacht?
Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben?

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Hinweise nimmt der Staatsschutz des Landeskriminalamtes Berlin unter der Rufnummer (030) 4664-953128, per E-Mail an lka531@polizei.berlin.de oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

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