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Jede 14. neue Ehe in Deutschland ist gleichgeschlechtlich

Das zeigen die Daten des Statistischen Bundesamtes

ehe gleichgeschlechtlich
Bild: iStock

Von allen neu geschlossenen Ehen gaben sich von Oktober 2017 bis Dezember 2018 bei jeder 14. Hochzeit schwule oder lesbische Paare das Ja-Wort. Dies geht aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervor, die der Düsseldorfer Rheinischen Post (Montag) vorliegen.

Demnach wurden in diesem Zeitraum insgesamt 449.466 Ehen geschlossen, davon 16.766 zwischen Männern und 16.138 zwischen Frauen. Hinzu kommen 21.477 Lebenspartnerschaften, die in eine Ehe umgewandelt wurden. Kurz nach Inkrafttreten der Regelung für die sogenannte Ehe für alle im Oktober 2017 gab es zunächst einen Boom gleichgeschlechtlicher Hochzeiten.

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Allein in den letzten drei Monaten des Jahres 2017 waren es 11.147 Eheschliessungen nur zwischen Männern (6080) oder nur zwischen Frauen (5067). Hinzu kamen 8989 umgewandelte Lebenspartnerschaften in diesem Zeitraum. Seit Oktober 2017 können homosexuelle Paare eine Ehe nach den gleichen rechtlichen Voraussetzungen schliessen wie Mann und Frau.

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In den östlichen Bundesländern (ohne Mecklenburg-Vorpommern) erfolgte 2018 etwa jede 13. standesamtliche Eheschliessung zwischen Homosexuellen. Der Anteil lag damit bei 7,6 Prozent. Das ergab kürzlich eine Umfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea bei den Statistischen Landesämtern.

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Demnach gingen in Berlin, Brandenburg, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt im Vorjahr insgesamt 73.462 Paare eine Ehe ein, darunter 5.573 gleichgeschlechtliche. Aus Mecklenburg-Vorpommern gab es noch keine Zahlen.

Berlin liegt vorne
Spitzenreiter beim Ja-Wort zwischen schwulen und lesbischen Paaren ist Berlin. Dort heirateten 2018 laut dem Landesamt insgesamt 15.660 Paare, darunter 2.540 gleichgeschlechtliche (16,2 Prozent). In den meisten Fällen (1.551) wurde eine bereits bestehende Lebenspartnerschaft in eine Ehe umgewandelt.

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In Brandenburg schlossen 15.440 Paare den Bund für das Leben, 903 davon mit Partnern des gleichen Geschlechts (5,8 Prozent). Auch hier wurde zumeist eine bestehende Lebenspartnerschaft in eine Ehe umgewandelt (550).

Vor zwei Jahren hat der Deutsche Bundestag die Ehe für schwule und lesbische Paare geöffnet. Wer vorher verpartnert war und die Lebenspartnerschaft hat aufheben lassen, wird seither mit dem Personenstand «Lebenspartnerschaft aufgehoben» geführt. Das komme einem Zwangsouting gleich, kritisiert Sven Lehmann (GRÜNE).

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