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«Together we rise» – Die Vienna Pride 2023 kommt

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Wien: Seit 1996 wird der CSD als Regenbogenparade abgehalten und 2007 kam die Vienna Pride dazu. (Bild: Viena Pride)

Unter dem Motto «Together we rise» sorgt die Vienna Pride im kommenden Sommer über zwei Wochen lang für Sichtbarkeit.

«Mit einem Programm, das sich über mehr als 2 Wochen erstreckt, sorgt Vienna Pride für Sichtbarkeit der LGBTIQ-Community und ihrer Anliegen. Über die Stadt verteilt werden Zeichen für Solidarität, Respekt und Menschenrechte – für eine Gesellschaft, in der alle Menschen Platz haben – gesetzt», so Vienna-Pride-Organisatorin Katharina Kacerovsky-Strobl (hier im MANNSCHAFT+-Talk mit einem Vertreter der Zurich Pride.über die Entwicklung von Pride-Events).

Vergangenen Jahr war das Motto «Pride against hate». «Es wurde ein sichtbares Zeichen gegen den zunehmend zu Tage tretenden Hass der letzten Jahre gesetzt. Wir konnten zeigen, dass wir in der Mitte der Gesellschaft sind – und nicht jene, die ihre Feindseligkeit verbal oder physisch zum Ausdruck bringen. Diesen Schwung und diese Mobilisierung nehmen wir mit ins Jahr 2023», so Kacerovsky-Strobl weiter.


Queere Fundstücke beim Filmfestival in Wien. Das Motto ist: «Die Welt soll queerer und weiblicher werden» 



Von 1. bis 18. Juni findet Vienna Pride 2023 statt. «Gemeinsam mit der Community, mit unseren Kooperationspartner*innen und mit allen unseren Unterstützer*innen organisieren wir eine Vielzahl von eigenen und Kooperations-Veranstaltungen, die auf ganz Wien verteilt sind», so die Vienna-Pride-Organisatorin.

Dazu zählen unter anderem das Strassenfest „Andersrum ist nicht verkehrt» des Bezirks Mariahilf am 10. Juni, das Pride Village am Rathausplatz ist von 14.-17. Juni geplant, der Pride Run wird am 16. Juni auf der Wiener Ringstrasse stattfinden und die Regenbogenparade am 17. Juni. Kacerovsky-Strobl sagt: «‹Together we rise› meinen wir wörtlich: Mit über 2 Wochen Programm sorgen wir für die Sichtbarkeit und setzen ein Zeichen für eine weltoffene Gesellschaft geründet auf Wertschätzung, Anerkennung und gleichen Rechten, in der alle Menschen Platz haben.»

Das gilt besonders für das Pride Village, die Zeltstadt auf dem Rathausplatz, das zu Vienna Pride ein Zuhause vieler Vereine und Initiativen der LGBTIQ-Community ist. «Nach dem Covid-bedingten mehrjährigen Aussetzen – eine Zeit, in der es schmerzlich vermisst wurde –, soll 2023 nun endlich wieder ein Pride Village stattfinden. Neben einem Unterhaltungsprogramm bietet es den Community-Organisationen die Möglichkeit, Beratung anzubieten, über ihre Arbeit und ihre Anliegen zu informieren, sowie sich zu vernetzen. Das Pride Village ist seit seinem ersten Stattfinden ein wichtiger Treffpunkt der Community, vereint Unterhaltung und Aktivismus und sorgt mit seiner Lage im Herzen der Stadt für grosse Sichtbarkeit. Die Gespräche mit der Stadt Wien sowie mit anderen Partner*innen und Unterstützer*innen zur Sicherstellung der Finanzierung laufen auf Hochtouren», sagt Kacerovsky-Strobl.


Der Höhepunkt von Vienna Pride soll, wie jedes Jahr, die Regenbogenparade sein. Die Demo für die Rechte und Anliegen von LGBTIQ-Personen und gesellschaftliche Akzeptanz wird am 17. Juni um den Ring ziehen, traditionsgemäss «andersrum», also gegen die Fahrtrichtung. Organisiert wird sie von der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien.

Die letzten Jahre haben deutlich gezeigt: Gemeinsam können wir Schwierigkeiten und Rückschläge überwinden.

HOSI-Wien-Obfrau Ann-Sophie Otte sagt: «Die Regenbogenparade verkörpert den Geist unserer politischen Bewegung: Wir stehen auf für unsere Menschenrechte, wir gehen gemeinsam auf die Strasse für eine weltoffene Gesellschaft. Und die letzten Jahre haben deutlich gezeigt: Gemeinsam können wir Schwierigkeiten und Rückschläge überwinden. Es macht uns stolz, dass wir jedes Jahr die grösste Demo in Österreich sind, denn das zeigt auch, wie ungeheuer viele Menschen, die nicht selbst zur LGBTIQ-Community gehören, uns unterstützen.»

Das zeige sich auch an der gewaltigen Unterstützung in der Organisation: Mehrere hundert Ehrenamtliche tragen jedes Jahr zu Vienna Pride bei. Kacerovsky-Strobl und Otte danken ihnen: «Ohne sie gäbe es Vienna Pride nicht. Sie sind das Rückgrat und die Seele der Community.»


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