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Schwuler Sohn entdeckt homophoben Vater auf Grindr

Der 27-jährige Australier suchte Rat in einer Radiosendung

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Foto: AdobeStock

Nachdem sich Jacob als schwul geoutet hatte, wurde er von seinem homophoben Vater verstossen. Der 27-jährige Australier war deshalb umso schockierter, als er ihm neulich auf der schwulen Dating-Plattform Grindr begegnete.

Als Jacob eines Tages durch Grindr-Profile scrollte, stiess er auf ein Bild, das ihm auf eine merkwürdige Art und Weise vertraut vorkam. Darauf zeigte ein Mann – ohne dabei sein Gesicht zu enthüllen – seinen Oberkörper. Es war aber nicht der Torso, der ihn stutzig machte, sondern der Ort der Aufnahme: Es sah aus, als ob das Foto im Haus seiner Eltern gemacht worden wäre.

«Er hasste mich»
«Ich klickte mich durch das Profil, um herauszufinden, ob das mein Vater sein könnte», erzählt der 27-Jährige in der australischen Frühstücksradiosendung von Kyle Sandilands und Jackie O.

Jacob dachte erst, es könnte sich um ein Fakeprofil handeln und entschied sich, die Person zu kontaktieren. Er sagte dem Gegenüber, dass ihm das Foto gefalle und wollte wissen, wo es aufgenommen wurde. Daraufhin fragte er nach einem Bild von seinem Gesicht. Was er dann erhielt, war das Foto seines Vaters.


Es war derselbe «homophobe» Vater, der einst Jacob verstiess, als sich dieser als schwul geoutet hatte. «Er hasste mich», sagt Jacob. «Er war wütend und wollte nichts mehr mit mir zu tun haben.» Mittlerweile haben sich die beiden wieder versöhnt.

Schweigen oder reden?
Jacob bat die Radiozuhörer*innen um Rat, denn er steht vor einem Dilemma: Seine Eltern seien seit 27 Jahren glücklich verheiratet. Ist er nun dazu verpflichtet, seine Mutter über dieses Doppelleben in Kenntnis zu setzen? Sollte er lieber erst seinen Vater mit der Entdeckung konfrontieren? Oder sollte er einfach schweigen?

Wie die australische Nachrichtenplattform News.com.au berichtet, waren die meisten Hörer*innen der Meinung, Jacob sollte dieses Thema gemeinsam mit seinen Eltern diskutieren. Eine andere Person fand, es wäre besser, Jacob würde dies erst mit seinem Vater, dann mit seiner Mutter besprechen. Für alle war jedoch klar: Schweigen ist keine Option.


Ein Anrufer erzählte eine ähnliche Geschichte, die seinem Partner passiert sei: Dessen Vater habe sechs Kinder, sei Bauarbeiter gewesen und schien glücklich verheiratet zu sein. «Dein Vater wird glücklicher sein, wenn er zu seiner wahren Identität stehen kann. Und deine Mutter verdient ebenfalls die Chance, glücklich zu sein.»

Jacob selbst war am Ende des Radiosegments noch immer unentschlossen. Er müsse nochmals über diese Sache in Ruhe nachdenken.

Lies hier, wie der britische Geheimdienst Grindr nutzte, um Putins Soldaten auszuspionieren.



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