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Pornosucht – vor allem ein Problem bei Jüngeren

Was tun, wenn der Konsum von Pornografie zwanghaft und zerstörerisch wird?

Pornosucht
Symbolfoto: Jake Oates / Unsplash

Pornografie ist überall im Netz verfügbar und wird genutzt: als Stimulanz, als Flucht aus dem Alltag, als Inspiration fürs eigene Sexleben und für viele LGBTIQ auch als Bestätigung und Anerkennung ihres eigenen Wesens. Aber was passiert, wenn der P-Konsum ausser Kontrolle gerät und nicht mehr stimuliert und bestätigt, sondern zerstört? MANNSCHAFT sprachen mit den Medizinautor*innen Julia Dernbach und Thomas Hofmann vom ehrenamtlichen und unabhängigen Portal Arztphobie.com über das gesellschaftliche Reizthema.

Sie haben gerade auf Ihrer Seite «Arztphobie» eine Unterrubrik zum Thema Pornosucht gestartet – wo Sie neben Tipps gegen die Pornosucht und professionellen Hilfsangeboten vor allem «höchste Diskretion» versprechen. Wieso ist Diskretion wichtig und wieso kann es von Vorteil sein, eine Therapie übers Internet zu machen, statt zum Arzt bzw. zur Ärztin in die Praxis zu gehen?
Arztbesuche stellen immer eine gewisse Ausnahmesituation dar. Alles, was mit unserem eigenen Körper zu tun hat, ist gesellschaftlich nach wie vor ein gewisses Tabuthema. Manche Bereiche mehr, manche weniger. Nach dem Motto: «Was sollen denn die Leute denken?» Der Mensch hat zu funktionieren, Gebrechen jeder Art – ob jetzt psychisch oder physisch – sind ein Zeichen von Schwäche. Wer zum Arzt oder zur Ärztin geht, macht diese Unperfektheit öffentlich. Er*sie schämt sich für seine*ihre Probleme und vergisst dabei vollkommen, dass wir alle an irgendeinem Punkt im Leben einmal ärztliche Hilfe benötigen. Diese Scham hält viele Menschen von einem eigentlich notwendigen Arztbesuch ab. Sie schieben Probleme vor sich her. Kleinere Beschwerden, die im Anfangsstadium noch ganz einfach zu behandeln wären, können sich unbehandelt zu einer Gefahr entwickeln.

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