Nürnberg: Streit um CSD-Sponsoring durch Diakonie
Konservative sehen eine «Zweckentfremdung kirchlich-diakonischer Mittel»
Kürzlich hatte die Rummelsberger Diakonie bekanntgegeben, Sponsor für den diesjährigen Christopher Street Day in Nürnberg zu werden. Dem theologisch konservativen Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern (ABC) passt das gar nicht.
ABC verlangt, dass die Diakonie, nach eigenen Angaben einer der grossen diakonischen Träger in Bayern, ihr Sponsoring zurücknimmt. Man bewerte die Unterstützung als «Zweckentfremdung kirchlich-diakonischer Mittel», teilte der ABC am Sonntag mit. Man könne nicht erkennen, was das mit dem Auftrag der Diakonie zu tun habe, heisst es in iner Pressemitteilung, aus der das Christliche Forum zitiert: Vielmehr entfernt sie sich damit von ihrem kirchlichen Auftrag.
Mit den Geldern der Diakonie würden Veranstaltungen unterstützt, bei denen Sexualität öffentlich zur Schau gestellt werde – in einer Form, die auch aus Sicht vieler homosexuell empfindender Menschen ein problematisches und verzerrtes Bild zeigt.
«Die Förderung widerspricht zudem dem Bemühen der Kirchenleitung, die verschiedenen Positionen zum Thema Homosexualität innerhalb der evangelischen Kirche zu respektieren», so der ABC-Vorsitzende Dekan Till Roth.
Der CSD Nürnberg findet vom 21. Juli bis 7. August statt. Neben einer grossen Kundgebung mit vielfältigem Bühnenprogramm beim CSD Finale am Abschluss-Wochenende ist am Samstag, den 6. August, eine grosse Demo durch die Nürnberger Innenstadt geplant. Zwei Wochen lang bieten die Pride Weeks ein buntes Mitmach-Rahmenprogramm von der LGBTIQ-Community für die LGBTIQ-Community des gesamten Grossraums Nürnberg-Fürth-Erlangen und der Metropolregion Nürnberg.
Die Rummelsberger wollen u.a. an der Demo am 6. August teilnehmen und einen Infostand bei der finalen Kundgebung nach der Demo organisieren.
Nürnberg hat seit über zwei Jahren einen Magnus-Hirschfeld-Platz, dank der Initiative des städtischen Bündnisse gegen Trans- und Homophobie (MANNSCHAFT berichtete).
200 Kilometer weiter südwestlich hatte die Diözese Rottenburg-Stuttgart 2021 erklärt, man wolle Homosexuelle trotz Verbots segnen: Es gehe um die Bitte, dass der Segen Gottes für sich liebende Menschen wirken möge, so der Weihbischof (MANNSCHAFT berichtete).
Das könnte dich auch interessieren
Lust
Umfrage: Gruppensex ist verbreiteter, als du denkst
Zwei von drei Befragten haben ihre Fantasien ausgelebt und Sex mit mehreren Partner*innen gleichzeitig erlebt. Eifersucht sei dabei kein grosses Thema, wie die Umfrage der Erotikcommunity Joy Club ergibt.
Von Newsdesk Staff
Queer
Berlin
Fans wollen Anna R. bei «Romeo & Julia»-Musical gedenken
Ein Fanclub organisiert nun ein gemeinsames Zusammenkommen im Theater des Westens – bei einem Musical mit Musik von Rosenstolz.
Von Newsdesk Staff
Kultur
Deutschland
Musik
Europa
Erfolgreicher Schlag gegen Pädophilen-Netzwerk – 79 Festnahmen
Ermittelnde schlugen zu in 35 Ländern. Kidflix hatte rund zwei Millionen Nutzer*innen weltweit. Es geht um Zehntausende Videos mit sexuellem Missbrauch von Kindern.
Von Newsdesk/©DPA
News
Justiz
People
Wie queer ist ... Tori Amos?
Sie spielte schon mit 13 Jahren in einer Schwulenbar
Von Sören Kittel
Queer
Musik
Unterhaltung
Lesbisch