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«Nase voll» – Céline Dion als nervige Sirene in Neuseeland

Ihre Musik sorgt für schlaflose Nächte in Porirua

Céline Dion Hallenstadion Zürich
Der Weltstar Céline Dion beehrt die Schweiz (Bild: Brian-Purnell)

In Neuseeland sind Sirenen-Schlachten Teil einer speziellen Subkultur – und nerven nachts die Bevölkerung. Die Stimme von Céline Dion scheint dafür ideal. Aber warum?

Céline Dion gilt als Königin ruhiger Balladen. Wer «My Heart Will Go On» auf Zimmerlautstärke abspielt, mag auch durchaus Entspannung finden – in Neuseeland wird die Musik der Kanadierin aber als Lärmbelästigung empfunden. (Im Frühjahr musste sie wegen Krankheit die Europa-Termine ihrer Tour absagen – MANNSCHAFT berichtete).


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Grund: Mitten in dem Städtchen Porirua auf der Nordinsel liefern sich Musikfans seit einiger Zeit vor allem nachts sogenannte «siren battles» (wörtlich: Sirenen-Schlachten) – vor allem mit den grössten Hits der Sängerin.


Die «Schlachten» seien Teil einer neuseeländischen Subkultur, die ihre Ursprünge in der ethnischen Gruppe der Pasifika (oder auch Pacific Islander genannt) habe, schrieb der Guardian jetzt. Dabei motzen Musikbegeisterte ihre Autos mit Dutzenden Lautsprechern und Sirenen auf, um dann in verschiedenen Kategorien um den lautesten und klarsten Sound zu konkurrieren.

Dions Lieder seien dafür ideal, weil sie mit ihrer stimmlichen Bandbreite sehr hohe Töne treffe und es kaum Bässe gebe, sagte Paul Lesoa, der regelmässig an «battles» rund um Auckland teilnimmt, einmal der neuseeländischen Nachrichtenseite The SpinOff.

 

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Die genervten Anwohner*innen von Porirua, die regelmässig um ihren Schlaf gebracht würden, hätten jetzt aber die Nase voll und forderten ein Eingreifen der Behörden, berichtete der Sender Radio New Zealand. Einige Anwohner*innen haben eine Petition auf Change.org gestartet, um dem schlafraubenden Gedudel ein Ende zu bereiten.


«Genug ist genug», heisst es da. «Der Stadtrat von Porirua muss handeln und die Zusammenkünfte von Autos stoppen, die zu jeder Nachtzeit dröhnende Musik und Sirenen abspielen.»

Auch Bürgermeisterin Anita Baker sagte, sie habe die Sirenen-Schlachten «gründlich satt». Allerdings habe sie nicht die Befugnis, das Problem zu lösen. Sie arbeite aber daran zusammen mit Polizei und Regionalbehörden, Lösungen zu finden. Ziel sei es letztlich, dass die Teilnehmer*innen ihre Lautsprecher dort aufdrehten, wo sie niemand hören könne.

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