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++ QueerBW ausgezeichnet ++ Kritik an Ehrung für Nawalny ++

Die LGBTIQ News: kurz, knapp, queer

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QueerBW-Chef Leutnant Sven Bäring (Deutsche Luftwaffe) Foto: zVg

Für den schnellen Überblick: Unsere LGBTIQ News aus Deutschland ab dem 19. Oktober 2021.

++ QueerBW geehrt ++

Die gemeinnützige Stiftung Prout At Work hat vier Unternehmensnetzwerke für ihr Engagement für queere Chancengleichheit im Job ausgezeichnet. Die Verleihung der «LGBT*IQ Awards» fand am Donnerstag per Livestream statt.

Zu den Preisträger*innen gehört QueerBw, das LGBTIQ-Netzwerk der Bundeswehr. Es wurde in der Kategorie «Big Impact Initiative» dafür geehrt, «massgeblich an der Rehabilitierung homosexueller Soldaten beteiligt» gewesen zu sein. Ein entsprechendes Gesetz wurde im Mai verabschiedet (MANNSCHAFT berichtete). Das Netzwerk «LGBT*IQ & Friends@RWE» erhielt den Rising-Star-Award.

 ++ Ehrung für Nawalny «ein Schlag ins Gesicht» ++

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Foto: Jörg Carstensen/dpa

Der renommierte Sacharow-Menschenrechtspreis des Europaparlaments geht in diesem Jahr an den russischen Kremlkritiker Alexej Nawalny. «Er hat unermüdlich gegen die Korruption des Regimes von Wladimir Putin gekämpft. Dies kostete ihn seine Freiheit und fast sein Leben», teilte EU-Parlamentspräsident David Sassoli am Donnerstag mit. Mit dem Preis werde seine immense Tapferkeit gewürdigt. Das Parlament forderte erneut die Freilassung des Oppositionellen.


Kritik kommt von DieLinke.queer: Alexander Nawalny sei für seine rechtsextremen und menschenfeindlichen politischen Positionen bekannt. «Er ist ein Rassist und hat sich wiederholt homosexuellenfeindlich geäussert.» Das gebe niemandem das Recht, ihn zu vergiften, und der Umgang mit Oppositionellen in Putins Russland sei ein Skandal. Aber, so die DieLinke.queer: «Für queere und migrantische Communites und für fortschrittliche Oppositionskräfte in Russland ist diese Preisverleihung ein Schlag ins Gesicht.»

++ Besuch im Safe House für queere Geflüchtete ++

Hessens Sozial- und Integrationsminister Kai Klose (Grüne) hat sich im Rahmen eines Besuchs im Safe House La Villa der Stadt Frankfurt, über die Situation der dort untergebrachten LGBTIQ-Geflüchtete informiert. «Geflüchtete homo-, bi- und transsexuelle Menschen brauchen besondere Schutzräume, in denen sie sicher sind vor Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt», sagte der Minister.

Die Stadt hatte das Safe House 2018 eingerichtet. Die Verantwortlichen folgten dabei dem Konzept der AIDS-Hilfe Frankfurt. Erklärtes Ziel ist, dass dort auf besondere Bedürfnisse queerer Geflüchteter eingegangen wird. Die Arbeit im Safe House wird u.a. durch Rainbow Refugee Support unterstützt, ein Projekt der AIDS-Hilfe Hessen, das vom Land gefördert wird. Bislang sei das Safe House La Villa einzigartig in Hessen. Dort können bis zu 20 Menschen gleichzeitig untergebracht werden. Seit Bestehen hatte das Projekt schon über 50 Bewohner*innen, von denen 28 heute in eigenen Wohnung leben.


 ++ Kritik an SPD-Unterhändlerin ++

Bei den Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und FDP soll für die SPD deren Bundestagsabgeordnete Leni Breymaier die Verhandlungen zum Kapitel «Gleichstellung/Vielfalt» mitführen. Die Bundessprecher*innen von DIE LINKE.queer, Luca Renner und Frank Laubenburg kritisieren diese Personalie, denn Breymaier gehöre zu den «entschiedensten Gegner*innen sexueller Selbstbestimmung im Bundestag. Ihre jahrelange Hetze gegen Sexarbeiter*innen und ihre Kriminalisierungsphantasien sind selbst in der SPD nicht mehrheitsfähig. Dazu kämen transfeindliche Äusserungen.

Ihre Benennung lasse befürchten, dass die SPD weit hinter die ja bereits vorliegenden Gesetzesentwürfe von FDP und Grünen zurückfallen will – oder der SPD ist einfach egal ist, wer im Bereich Gleichstellung und Vielfalt für sie verhandelt. Breymaiers Benennung sei «eine Beleidigung für die Community».

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Leni Breymaier (Foto: Christophe Gateau/dpa

++ Erben unterm Regenbogen ++

Die SOS-Kinderdörfer bieten am 4. November ein kostenloses Webinar zum Thema «Erben und Vererben unterm Regenbogen» für die LGBTIQ Community an. Es gehe um Fragen wie: Wie sind die gesetzlichen Regelungen für Verheiratete und Verpartnerte als auch für Unverheiratete mit und ohne eigene Kinder? Warum entscheiden sich queere Menschen dafür, SOS zu bedenken?

Die Juristin Anett Nägler klärt über die wichtigsten erbrechtlichen Fragen auf. Die Veranstaltung dauert eine Stunde.


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