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Homophobie am Imbiss – Mann beleidigt und bedroht

Am Sonntagabend in Berlin

Homophober Übergriff
Polizei Berlin (Symbolbild, Foto: Mannschaft)

In Berlin-Wedding hat am Sonntagabend ein Mann an einem Imbiss einen Gast homophob beleidigt und bedroht. Später wiederholte er die Beschimpfungen auch noch gegenüber alarmierten Polizeikräften.

Nach derzeitigen Erkenntnissen wollte ein 29-jähriger Mann am Sonntagabend gegen 20.45 Uhr Essen in dem Imbiss in der Seestrasse bestellen und gab an, dass ein ihm unbekannter Mann plötzlich von hinten über seine Schulter gespuckt habe.

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Der 50-Jährige und sein 47 Jahre alter Begleiter sollen den Mann dann homophob beleidigt haben. Der Ältere hat ihm laut Polizei zudem Schläge angedroht. Als die Polizei kam, meldeten sich noch weitere Gäste, die angaben, durch den Mann beleidigt worden zu sein. Auch den beiden Polizeibeamten gegenüber zeigte sich insbesondere der 50-Jährige äusserst aggressiv, beleidigte und bedrohte sie.


Die Beamten leiteten Strafermittlungsverfahren wegen Beleidigung und Bedrohung in mehreren Fällen ein. Der Staatsschutz beim Landeskriminalamt ermittelt.

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Im vergangenen Jahr wurden in Berlin insgesamt 559 Fälle mit homo- und transphobem Hintergrund erfasst. Damit hat sich die Anzahl der registrierten Fälle gegenüber dem Vorjahr um ein Drittel (32%) bzw. 177 Fälle erhöht. In keinem Jahr zuvor wurden so viele Fälle von Gewalt gegen LGBTIQ in der Hauptstadt erfasst wie in 2019, wie MANEO, das schwule Anti-Gewalt-Projekt in Berlin, angibt (MANNSCHAFT berichtete).

Zu den Bezirken, in denen LGBTIQ-feindliche Übergriffe am häufigsten vorkommen, zählten die Regionen Schöneberg, Neukölln und Mitte.


Andere Städte in Deutschland ebensowenig wie in der Schweiz erfassen Hate Crimes gegenüber Queers nicht statistisch, obwohl eine solche Auswertung dringend nötig wäre. Denn auch von den bei der LGBTIQ-Helpline gemeldeten Fällen kommen nur die wenigsten zur Anzeige (MANNSCHAFT berichtete). Mit dem Beschluss, Hate Crimes gegenüber LGBTIQ statistisch zu erfassen, übernimmt der Kanton Freiburg eine Vorreiterrolle (MANNSCHAFT berichtete).


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