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Herzog Franz von Bayern zeigt sich erstmals mit seinem Partner

Wenige Wochen vor seinem 90. Geburtstag

Franz Herzog von Bayern
Franz Herzog von Bayern (Foto: Felix Hörhager/dpa)

Am 14. Juli wird das Oberhaupt der Wittelsbacher, Herzog Franz von Bayern, 90 Jahre alt. Seine Beziehung zu einem Mann hielt er lange geheim.

Der Urenkel von König Ludwig III. will seinen Geburtstag am 22. Juli mit einen Dankgottesdienst in der Kirche St. Michael in München feiern. An beiden Veranstaltungen würden auch Abordnungen bayerischer Traditionsvereine teilnehmen.

Endlich kein Theater mehr spielen: Franz Herzog von Bayern, das Oberhaupt der Wittelsbacher, stellt sein Buch vor, ein unterhaltsamer und emotionaler Abend. #SZPlus https://t.co/pFQZOVgVTy

— SZ München (@SZ_Muenchen) April 19, 2023

Kürzlich sind seine Memoiren «Zuschauer in der ersten Reihe: Erinnerungen» erschienen: Wenige Jahre nach der Geburt Franz von Bayerns (1933) musste einst die Familie ins Exil nach Ungarn gehen. 1944 werden die Wittelsbacher verhaftet und mit ihren Kindern in die Konzentrationslager Sachsenhausen, Flossenbürg und Dachau gebracht. Nach Kriegsende begann Franz, sich seinen ganz eigenen Weg ins Leben zu bahnen.

Diese Woche hat auf der Bühne in der grossen Aula der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität sein Buch vorgestellt. Und nicht nur das: Auch sein Lebenspartner Thomas Greinwald war dabei: Die beiden zeigten sich erstmals offiziell als Paar, berichtet u.a. der Tagesspiegel.



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Und das nach langem Bestehen ihrer Beziehung, 43 Jahre sind die Männer schon zusammen. Dass Franz von Bayern schwul ist, war eine Art offenes Geheimnis.

In früheren Jahren war dies für Thomas oft mit De­mütigungen verbunden, wenn er nicht an­gemessen als mein Partner behandelt wurde.

Vor zwei Jahren hatte das Paar seine Beziehung offiziell gemacht. In seiner Biografie nun macht Herzog Franz seinem Thomas eine Liebeserklärung und dankt ihm.


Sie seien aus zwei verschiedenen Wel­ten gekommen, heisst es darin. «Die Erwar­tungen, die an mich gestellt waren, bedeute­ten, dass von Thomas häufig Verzicht und Rücksichtnahme gefordert waren – von seiner Seite viel mehr als von meiner. Vor allem in früheren Jahren war dies für ihn oft mit De­mütigungen verbunden, wenn er nicht an­gemessen als mein Partner behandelt wurde. Ohne die Bereitschaft seinerseits, damit zu­rechtzukommen, wäre mein Leben und die Erfüllung meiner Verpflichtung so nicht mög­lich gewesen.»

Das Buch zu schreiben, sei Greinwalds Idee gewesen. Damit der Herzog selbst seine Geschichte erzählen könne und nicht nur über ihn geschrieben werde. (mit dpa)

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