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Dok Leipzig zeigt Arbeit über russische LGBTIQ-Szene

Es ist die 65. Ausgabe

Foto: Dragzina

Mit insgesamt 255 Filmen aus 55 Ländern bietet das Leipziger Filmfestival Dok auch in diesem Jahr ein internationales Programm. Viele Zuschauer*innen kämen jedoch vor allem wegen der Filme aus Mittel- und Osteuropa. Deshalb will das Festival seinen Schwerpunkt in dieser Region stärken.

Zum 65. Mal wird am Montag das Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm (Dok) eröffnet. Innerhalb von sieben Tagen werden Zuschauer*innen insgesamt 74 Filme und ein Programmschwerpunkt auf Mittel- und Osteuropa geboten. Die Vorstellungen sind bis zum 23. Oktober an unterschiedlichen Orten der Messestadt geplant. Unter anderem wird der Film «No Dogs or Italians Allowed» des französischen Regisseurs und Drehbuchautors Alain Ughetto zur Eröffnung des Festivals in der Osthalle des Hauptbahnhofs gezeigt.

Darüber hinaus stehen viele weitere internationale Produktionen, unter anderem aus Argentinien, Kanada, den Philippinen und dem Libanon, auf dem Dok-Programm. Auch russischen Filmemacher*innen bereitet das Festival eine Bühne. U.a. wird die AR-Arbeit (Augmented Reality) «Dragzina» von Nikita Shokhov und Masha Vorslav als Teil einer Ausstellung im Leipziger Museum für bildende Künste gezeigt. Darin wird thematisiert, wie die russische LGBTIQ-Szene auf ein zunehmend feindliches Klima innerhalb der Gesellschaft trifft.

DRAGZINA, our holographic drag performance in AR, just had a world premiere at the 18th Athens Digital Arts Festival. Find yourself in the midst of Moscow drag show. Install the app on your own device to invite Moscow drag into your space: https://t.co/j9xgsInUhD#DragRace #art pic.twitter.com/a5bHDwdlIE

— Nikita Shokhov (@nikitashokhov) May 30, 2022

Neben Filmen aus der Ferne werden auf der Dok, die als eines der grössten Dokumentarfilmfestivals in Europa gilt, auch Filme gezeigt, die unweit des Veranstaltungsortes in Sachsen produziert wurden. So läuft der Film «Biegen und Brechen» von Falk Schuster und Mike Plitt einen Tag nach der Eröffnung des Festivals als Weltpremiere. Im Mittelpunkt steht das Schicksal eines zu DDR-Zeiten in einem Umerziehungsheim nahe Leipzig aufgewachsenen Kindes.


Zum Ende des Festivals sollen auch in diesem Jahr besondere Werke mit silbernen und goldenen Tauben ausgezeichnet werden. Ausgetragen werden verschiedene Wettbewerbe, unter anderem der Internationale und Deutsche Wettbewerb langer Dokumentar- und Animationsfilme. Zum ersten Mal in diesem Jahr soll auch ein*e Nachwuchsregisseur*in eine silberne Taube erhalten.

In Zürich finden zum 10. Mal. die «Porny Days» statt. Das Festival lädt zu vertonten Stummfilmpornos und Tanzpartys (MANNSCHAFT berichtete).


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