in ,

Breite Mehrheit der Deutschen befürwortet die Ehe für alle

Sogar bei AfD-Fans überwiegt die Zustimmung

Hochzeit
Foto: Ina Fassbender/dpa

Vor fünf Jahren wurde in Deutschland die Ehe für schwule und lesbische Paare geöffnet (MANNSCHAFT berichtete). Laut Umfrage finden 81 % der Menschen im Land die Ehe für alle richtig.

1000 Menschen wurden zu ihren Einstellungen hinsichtlich verschiedener LGBTIQ-Themenbereiche befragt. Die Umfrage des Lust Magazins ist nach dessen Angaben repräsentativ und wurde im laufenden Monat Juni mit Hilfe des Marktforschungstools Appinio durchgeführt

«Ich finde es richtig, dass schwule und lesbische Paare heiraten dürfen”, sagten demnach rund 81 %. der Deutschen. «Stimme voll und ganz zu» meinten 41,7%, «Stimme zu» 21,7% und «Stimme eher zu» noch 17,6% Ablehnend äusserten sich insgesamt rund 19 %.

Auch bei einer Mehrheit der AfD-Anhänger*innen wurde eine Mehrheit für die Ehe für alle ermittelt, auch wenn hier die Bedenken besonders hoch sind (36%).



Pünktlich zur Eheöffnung in der Schweiz gründeten zwei Hochzeitsplaner die Swiss Queer Wedding Association. Der neue Verband und sein Label sollen queere Paare vor Diskriminierung schützen (mehr)


Bewertet wurden in der Umfrage auch Statements wie «Ich habe kein Problem damit, wenn schwule oder lesbische Paare in der Öffentlichkeit Händchen halten / sich küssen».«Stimme voll und ganz zu» erklärten 43,7%, «Stimme zu» meinten 25,2% und «Stimme eher zu» noch 16,6%

Etwas weniger hoch war die Zustimmung zu der Aussage: «Ich habe kein Problem damit, wenn sich schwule oder lesbische Paare in der Öffentlichkeit küssen.» Ergebnis: «Stimme voll und ganz zu» bis «Stimme eher zu» sagten 76 %. (50 % der LGBTIQ scheuen dennoch Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit – MANNSCHAFT berichtete).


Auch das Thema Blutspende wurde abgefragt. Dem Satz «Ich finde es richtig, dass sexuell aktive Männer, die Sex mit anderen Männern haben, in Deutschland kein Blut spenden dürfen» stimmte eine knappe Mehrheit von insgesamt von 51,8 % zu. Vor allem junge Menschen jedoch sind gegen ein Blutspendeverbot für MSM: In der Altersgruppe der 18-bis-24-Jährigen lehnen laut der Umfrage rund 60% ein Verbot ab.

In der eigenen Familie scheinen im Jahr 2022 queere Orientierungen oder Identitäten kein Tabuthema mehr zu sein. 75% der Befragten geben diesbezüglich an, dass sie kein Problem damit hätten, wenn sich ihr Kind als homo- oder bisexuell outen würde; für zwei Drittel wäre auch ein trans Kind nicht sonderlich problematisch.


Deutscher Fussball-Bund

DFB: Trans und nicht-binäre Menschen entscheiden selber über Spielrecht

cop secret

«Cop Secret» – Liebe unter isländischen Polizisten