Warum Hape Kerkeling Kardinal Woelki in seinem Film haben wollte

ARCHIV - 17.08.2009, Berlin: Der Entertainer und Schauspieler Hape Kerkeling alias Horst Schlämmer kommt zur Premiere des Films "Horst Schlämmer - Isch kandidiere!" in das Kino Cinestar am Potsdamer Platz. Zum Ende der Amtszeit von Merkel häufen sich Dokus über ihr Leben und ihre Politik. (zu dpa: «Neuer Horst-Schlämmer-Film kommt im März in die Kinos»)
(Bild: Jens Kalaene/dpa)

Eintritt für den Kölner Dom? Hape Kerkeling erzählt, was er davon hält. Und wie er Kardinal Woelki dazu brachte, in seinem Horst-Schlämmer-Film mitzuspielen.

Hape Kerkeling ist dagegen, dass für den Besuch des Kölner Doms bald Eintrittsgeld genommen werden soll. «Unmöglich! Das geht nicht», sagte der offen schwule Entertainer, Schauspieler und Buchautor der Deutschen Presse-Agentur. «Die Zeiten ändern sich – aber Eintrittsgeld für den Dom? Wer hat sich das denn ausgedacht?»

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Das Domkapitel hatte kürzlich angekündigt, demnächst von Tourist*innen Eintrittsgeld zu verlangen. Damit sollen die gestiegenen Kosten für Pflege, Schutz und den laufenden Betrieb des Doms gedeckt werden. Gottesdienstbesucher*innen und Betende sollen weiter gratis Zugang erhalten, ebenso Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins.

So kam Kardinal Woelki den Horst-Schlämmer-Film In Hape Kerkelings neuem Film «Horst Schlämmer sucht das Glück» kommt der Dom prominent vor – ebenso wie der umstrittene Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki. «Wir wollten ihn wahnsinnig gern dabeihaben, denn zum Glück gehört für wahnsinnig viele Menschen ja nun auch der Glaube an Gott», sagte Kerkeling. «Und deshalb hat das in einem Film über Glück viel verloren. Und mit wem sollte man darüber reden, wenn nicht mit dem Erzbischof von Köln, der Diözese, in der Horst Schlämmer nun mal beheimatet ist?»

Kerkeling war aber «dann schon sehr erstaunt, dass Herr Woelki tatsächlich zugesagt hat», erzählte er. «Ich hatte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet. Aber er hat zugesagt, und das auch mit grosser Freude.»

Eine Online-Petition mit über 60'000 Unterschriften fordert die Absetzung des Kölner Kardinals Woelki. Sie richtet sich an Papst Leo XIV. Bei Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ging es im Kern darum, was Woelki zu welchem Zeitpunkt über Missbrauchsvorwürfe gegen Priester wusste. Die Ermittlungen wurden eingestellt - Woelki musste 26'000 Euro an eine gemeinnützige Institution zahlen (MANNSCHAFT berichtete).

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