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Kevin Spacey einigt sich mit Klägern – Prozess ausgesetzt
Der geplante Prozess gegen Kevin Spacey wegen mutmasslicher sexueller Übergriffe findet vorerst nicht statt. Die Parteien einigten sich aussergerichtlich.
Mehrere Männer hatten Spacey in den vergangenen Jahren sexuelle Übergriffe vorgeworfen, zuletzt auch Guy Pearce (MANNSCHAFT berichtete). Die 2017 im Zuge der MeToo-Debatte erstmals mit Nachdruck öffentlich gemachten Vorwürfe des Schauspielers Anthony Rapp gegen den Schauspieler hatten weitere Anschuldigungen nach sich gezogen. Damals outete sich Spacey auch als schwul (MANNSCHAFT berichtete).
Der für diesen Oktober geplante Prozess gegen den früheren Hollywood-Star Spacey wegen mutmasslicher sexueller Übergriffe ist nach einer aussergerichtlichen Einigung ausgesetzt worden. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur PA unter Verweis auf Gerichtsdokumente. Drei Männer hatten dem zweifachen Oscar-Preisträger vorgeworfen, sie zwischen 2000 und 2015 sexuell missbraucht zu haben.
Spacey hat sämtliche Vorwürfe immer wieder zurückgewiesen. Jetzt hätten sich die Parteien auf Vergleichsbedingungen geeinigt, berichtete PA. Weitere Details, auch zu den bisherigen Kosten des Verfahrens, wurden nicht bekannt. Zwei der Kläger hatten den US-Schauspieler («American Beauty», «House of Cards») bereits im Zuge eines Strafverfahrens beschuldigt, in dem Spacey 2023 von neun Anklagepunkten freigesprochen worden war.
Einer der Kläger hatte angegeben, Spacey habe ihn zwischen 2000 und 2005 rund ein Dutzend Mal «vorsätzlich angegriffen». Ein weiterer Mann sagte, er habe den Schauspieler im Rahmen eines Workshops am Londoner Old Vic Theater kennengelernt und litt infolge eines Angriffs im Jahr 2008 unter psychischen Problemen und finanziellen Einbussen. Spacey arbeitete von 2004 bis 2013 als künstlerischer Leiter des renommierten Theaters.
Spacey war zuletzt in einer neuen Rolle im italienischen Fernsehen zu sehen - als einer der Hauptdarsteller in der Comedyserie «Minimarket». Er spielt in der Serie einen Oscar-Preisträger als imaginärer Freund eines Jura-Absolventen, der davon träumt, ein TV-Star zu sein.
Im Mai vergangenen Jahres hatte Kevin Spacey bei einer Veranstaltung in Cannes einen Preis für sein Lebenswerk erhalten (MANNSCHAFT berichtete). Dort sprach er davon, «zurück» zu sein und bezeichnete die vergangenen Jahre als «herausfordernd». So musste er im Vorjahr seine Villa in Baltimore, Maryland, zwangsversteigern. Dort hatte er bisher gelebt.
Im November hatte er in einem Interview gesagt, er habe kein festes Zuhause mehr. Der Schauspieler lebe in Hotels und gehe dorthin, wo er Arbeit finde.
Homofeindlicher Bibel-Comic in der Schweiz aufgetaucht. Im Wallis wurde er in privaten Briefkästen gefunden (MANNSCHAFT berichtete).