Skandalumwitterte Londoner Polizei bekommt neuen Chef
Ob damit Hass auf Homosexuelle und Rassismus in der Behörde gestoppt werden können?
Die von Skandalen geplagte Londoner Polizei hat einen neuen Chef. Wie das Innenministerium am Freitag mitteilte, wurde der frühere Leiter der Anti-Terror-Einheit, Sir Mark Rowley, zum Leiter der Metropolitan Police ernannt.
Rowley folgt auf Cressida Dick, die seit 2017 an der Spitze der auch als Scotland Yard bekannten Polizeibehörde stand. Sie war die erste offen lesbische Frau in dieser Position (MANNSCHAFT berichtete).
Rowley machte sich einen Namen als Leiter der Ermittlungen zu verschiedenen Terroranschlägen, die das Land 2017 erschütterten. Dick war abgetreten, nachdem ihr Londons Bürgermeister Sadiq Khan das Vertrauen entzogen hatte.
Rowley kündigte an, er wolle das Vertrauen der Bevölkerung wieder zurückgewinnen, das in den vergangenen Jahren stark gelitten hatte. Die Metropolitan Police hatte zuletzt mit schweren Skandalen zu kämpfen. Unter anderem ging es um Hass gegen Frauen und Homosexuelle sowie Rassismus innerhalb der Polizeibehörde (MANNSCHAFT berichtete).
Vergewaltigt und getötet Auch der Mord an der Londonerin Sarah Everard, die von einem Polizisten vergewaltigt und getötet wurde, nagte schwer am Ruf der Londoner Polizei. Der Täter hatte seinen Polizeiausweis dazu benutzt, die 33-jährige unter dem Vorwand gebrochener Corona-Regeln im Jahr 2021 festzunehmen. In Wirklichkeit entführte er sie.
Zu allem Übel gingen später noch Bilder davon um die Welt, wie Polizisten gewaltsam eine friedliche Mahnwache von Frauen für Everard auflöste.
Ebenfalls für grosse Empörung sorgte der Fall der ermordeten Schwestern Bibaa Henry und Nicole Smallman. Sie wurden im Sommer 2020 erstochen in einem Londoner Park entdeckt. Der Täter hatte sie als Opfer in einem vermeintlichen Pakt mit dem Teufel zufällig ausgewählt und getötet.
Mehrere Polizist*innen, die den Tatort bewachen sollten, machten Selfies mit den leblosen Körpern und versendeten sie mitsamt despektierlicher Kommentare per WhatsApp an Kolleg*innen.
Das könnte dich auch interessieren
Kommentar
«Queers brauchen ein Umfeld, in dem sie angstfrei leben können»
Die Situation für queere Menschen hat sich weltweit verschlimmert. Auch in Europa haben wir es mit einer strukturellen und zunehmenden Queerfeindlichkeit zu tun. Die Kirchen dürfen hier nicht schweigen, fordert unser Autor in seinem Kommentar
Von Christian Höller
Dating
Religion
Österreich
Polizei
Deutschland
People
Anne Will spricht über ihre neue Freiheit – und ihr Ego
Aber ihre neue Freundin erwähnt die lesbische Polit-Talkerin nicht
Von Newsdesk/©DPA
Unterhaltung
Lesbisch
Podcast & Radio
Deutschland
Gesundheit
Mahnung: Die Mpox-Bedrohung wird immer ernster
Besonders Männer, die Sex mit Männern haben, tragen zu längeren Übertragungsketten bei
Von Newsdesk/©DPA
News
Lifestyle
Deutschland
AfD-Antrag: Regenbogenflaggen an öffentlichen Gebäuden verbieten
Es seien politisch motivierte Fahnen, die nicht an Dienstgebäude gehörten
Von Newsdesk/©DPA
Pride
News