Musik
Die MANNSCHAFT-Playlist: dein Soundtrack für den Frühling
Von Arlo Parks über MIKA bis zu Robyn
Es gibt Frisches auf die Ohren: aktuelle queere Alben – und obendrauf unsere Playlist für einen klingenden Frühling.
Unsere Playlist jetzt anhören:
Can’t Get It Out Of My Head Eine exquisite Auslese von aktuellen Ohrwürmern findest du in unserer Youtube MANNSCHAFT-Playlist, oder auf unserer Spotify-Playlist:
Unsere Album-Tipps
Robyn - Sexistential Sexualität ist mehr als reiner Geschlechtsverkehr. Sie basiert auf den Dimensionen Lust, Fortpflanzung und Beziehung und ist eine der wichtigsten Grundlagen, damit wir ganzheitlich funktionieren können. Auch Schwedens Popsuperstar Robyn widmet sich auf «Sexistential» dieser Thematik. Neben dem Aspekt der Ekstase beleuchtet sie zudem die Rolle zwischenmenschlicher Beziehungen als Ressource und die Herausforderungen, denen sie als alleinerziehende Mutter gegenübersteht. Ihren Sohn empfing sie mittels In-vitro-Befruchtung.
Zusammen mit Klas Åhlund, der sie bei ihrem Durchbruchserfolg «Robyn» (2005) unterstützte, Max Martin, mit dem sie die «Body Talk»-Reihe realisierte, und Metronomys Joseph Mount ist eine Platte entstanden, die den Clubsound des Vorgängers «Honey» (2018) hinter sich lässt und wieder mainstreamtauglicher daherkommt. Feiern wir also zu Robyns unvergleichlichen Beats, Melodien und Gesang wieder vermehrt unsere Unterschiede! Erscheint am 27.3.2026 (Young/Beggars Group/Indigo)
Arlo Parks – Ambiguous Desire Berauscht von der queeren Szene New York Citys gelang es Arlo Parks, zu sich selbst zu finden und loszulassen. Sie warf die letzten Gewichte ab, die sie in ihrer Identitätsentwicklung noch behindert hatten. Diese neu gewonnene Freiheit und Leichtigkeit sind auf «Ambiguous Desire» in jedem Track zu hören. Euphorisch tänzelt Parks durch das Neonlicht lauwarmer Nächte und badet in (Selbst-)Liebe und Zufriedenheit – begleitet von Indiepop, Electronica und Neosoul sowie intelligenten Texten. Erscheint am 3.4.2026 (Transgressive Records)
Courtney Barnett – Creature of Habits Wir alle kennen das Phänomen, dass wir nicht nur selbst unsere eigenen grössten Kritiker*innen sind, sondern uns auch regelmässig Hindernisse in den Weg stellen, die es dann mit viel Kraft zu überspringen gilt. «Creature of Habit» ist der Versuch der Australierin Courtney Barnett, genau das zu tun: Mit Elan ungesunde Gewohnheiten zu durchbrechen. Das gelingt ihr sowohl textlich als auch musikalisch. Die LP strotzt nur so vor Mut, Tatendrang und energetischem Indierock!
Erscheint am 27.3.2026 (Virgin Music/Fiction Records)
Anjimile – You’re Free To Go Als schwarzer trans Mann muss sich Anjimile von niemandem erklären lassen, was es bedeutet, sich mit den Schwierigkeiten eines inneren und äusseren Coming-outs auseinanderzusetzen. Auf «You’re Free To Go» macht Anjimile sich dafür stark, dass wir aufhören, Partnerschaften in feste Formen pressen zu wollen, und uns stattdessen darauf einigen, dass Zuneigung egal in welcher Form glücklich macht. Vor allem, wenn im Hintergrund dabei noch derart feinfühlige Songs wie auf diesem Album laufen.
Erschienen am 13.3.2026 (4AD/Beggars Group)
Melanie Baker - Somebody Help Me, I’m Being Spontaneous! Neunzigerjahre-Rock mit seinen Alternative-, Grunge- und Punk-Einflüssen wurde zumeist aus einer cis- und heterosexuellen männlichen Perspektive heraus präsentiert. Drei Jahrzehnte später schickt sich mit Melanie Baker hingegen eine Frau an, jenes Genre zu nutzen, um queere Geschichten über die Irrungen und Wirrungen des Lebens zu erzählen und vor allem zu vertonen. «Somebody Help Me, I’m Being Spontaneous!» reisst mit und animiert schnell zum ausschweifenden Tanzen oder Headbangen.
Erscheint am 10.4.2026 (Tambourhinoceros)
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