John Waters übernimmt Hauptrolle in «American Horror Story» Staffel 13
Der schwule «Trash-Papst» unterstreicht damit seine ungebrochene Popularität
Der gefeierte Filmemacher, bekannt für Kultklassiker wie «Hairspray» und «Pink Flamingos», hat seine Besetzung in einer Hauptrolle für die kommende Staffel von «American Horror Story» bestätigt.
Die Nachricht wurde während seiner ausverkauften Spoken-Word-Performance «A Date with John Waters» am Baltimore Soundstage bekannt. Vor dem Publikum aus seiner Heimatstadt erklärte Waters: «Ich werde heute Abend etwas Neues ankündigen: Ich kann nicht sagen, welche Rolle, aber ich habe eine grosse neue Rolle in ‹American Horror Story›.»
Dies markiert Waters’ Debüt in der FX-Anthologieserie von Ryan Murphy und Brad Falchuk, obwohl es nicht seine erste Zusammenarbeit mit Murphy ist. 2017 spielte Waters bereits den Regisseur William Castle in Murphys Miniserie «Feud: Bette and Joan», die die Rivalität zwischen Bette Davis und Joan Crawford beleuchtete.
Während des Q&A-Teils seiner Show in Baltimore sprach Waters über seine Schauspielkarriere und seine häufigen Rollen als exzentrischer oder bösartiger Charakter. «Ich werde typisiert. Ich bin immer entweder der Teufel oder Chuckys Vater … Ich habe schon immer versucht, Vincent Prices Karriere zu stehlen», witzelte er und bezog sich auf den legendären Horror-Darsteller, bekannt für seine markante Stimme und Präsenz in Filmen wie «House of Wax».
Die 13. Staffel soll an Halloween 2026 auf FX Premiere feiern, die Dreharbeiten beginnen voraussichtlich Anfang 2026. Details zur Handlung sind noch geheim, doch Promo-Materialien und Fan-Spekulationen deuten auf ein Wiedersehen mit der Besetzung aus der dritten Staffel, «American Horror Story: Coven», hin. Diese wurde ursprünglich 2013 ausgestrahlt und drehte sich um einen Hexenzirkel.
Rückkehrende Schauspieler*innen sind u. a. die Serien-Stammkräfte Sarah Paulson, Evan Peters und möglicherweise Jessica Lange; auch Ariana Grande soll Teil des Ensembles sein.
Waters’ Mitwirkung hat besonders innerhalb der LGBTIQ-Community Bedeutung, wo er seit den 1970er-Jahren als «Trash-Papst» gefeiert wird. Seine Filme sprengten Grenzen, integrierten queere Ästhetik, Drag-Kultur und Geschichten von Aussenseiter*innen.
«American Horror Story», unter der Regie von Ryan Murphy – einem offen schwulen Produzenten, dessen Projekte wie «Pose» und «The Normal Heart» LGBTIQ-Geschichten in den Fokus rücken (MANNSCHAFT berichtete) – hat wiederholt queere Schauspieler*innen wie MJ Rodriguez und Billy Porter besetzt und Storylines mit queeren Horror-Motiven erzählt.
Fans auf Plattformen wie X (@AHSZone) feiern die Besetzung als «Greatest Hits»-Moment.
Die Ankündigung löste beim Publikum in Baltimore Jubel aus und unterstreicht Waters’ anhaltende Popularität mit 79 Jahren, nur wenige Wochen vor seinem 80. Geburtstag am 22. April 2026.
Nur eine Frage der Zeit: Die schwule Pornoversion von «Heated Rivalry» ist da! Das Paar Paul Codi und Travis Connor behauptet, die «Realität» zu repräsentieren (MANNSCHAFT berichtete).