Hass und Mobbing gegen DJane der Olympia-Eröffnung – 4 Männer verurteilt

Russland sprach im Sommer 2024 von einer «Gay-Pride-Parade»

An dieser Szene aus der Olympia-Eröffnungsfeier hatte die katholische Kirche keine Freude. (Bild: Screenshot SRF)
An dieser Szene aus der Olympia-Eröffnungsfeier hatte die katholische Kirche keine Freude.

Die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Paris war spektakulär, führte im Nachgang aber auch zu Cybermobbing gegen die lesbische DJane und Aktivistin Barbara Butch. Die Täter wurden nun verurteilt.

An der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Paris hatte es heftige Kritik unter anderem von der katholischen Kirche gegeben. «Diese Zeremonie enthielt leider auch Szenen, in denen das Christentum verspottet und verhöhnt wurde, was wir zutiefst bedauern», hiess es im Sommer 2024 in einer Mitteilung der französischen Bischofskonferenz. Die Show erinnerte einige Kritiker*innen an Darstellungen des Letzten Abendmahls, dem letzten Mahl, das Jesus mit seinen Aposteln geteilt haben soll. Bei der Zeremonie wurden die Apostel von Dragqueens verkörpert sowie einem trans Model und einem fast nackten Sänger.

Die Organisator*innen gaben an, ein heidnisches Fest darstellen zu wollen und niemanden beleidigen zu wollen, doch religiöse und rechtsextreme Kreise, darunter katholische Gruppen, französische Bischöfe und der US-Präsident Donald Trump kritisierten die Veranstaltung scharf.

Ein französisches Gericht hat nun vier Männer wegen Cybermobbing gegen die französische DJane und LGBTIQ-Aktivistin Barbara Butch verurteilt. Sie war nach ihrem Auftritt bei der Eröffnungsfeier Hass und Drohungen ausgesetzt gewesen.

Die Männer wurden am Freitag wegen Online-Belästigung und Gewaltandrohung verurteilt, berichtet u.a. Le Monde. Ihre Haftstrafen reichen von vier Monaten auf Bewährung bis zu zehn Monaten Gefängnis. Ein fünfter Mann wurde vom Pariser Strafgericht freigesprochen.

Auch die Deutsche Bischofskonferenz übte damals Kritik. «Eine eindrucksvolle Eröffnung von hoffentlich friedlichen Spielen», schrieb Sportbischof Stefan Oster auf X. «Das queere Abendmahl war allerdings ein Tiefpunkt und in der Inszenierung völlig überflüssig.»

Aus dem Vatikan gab es ebenfalls Kritik an der olympischen Eröffnungsfeier: «Dieses hohe Ideal wurde aber durch eine blasphemische Verhöhnung eines der heiligsten Momente des Christentums getrübt», sagte Kurienerzbischof Vincenzo Paglia. Der Geistliche ist Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben, einer Einrichtung der katholischen Kirche für ethische Fragen (MANNSCHAFT berichtete).

Die Sprecherin des russischen Aussenministeriums, Maria Sacharowa, meinte gar, die Eröffnungsfeier sei zu einer Verspottung der Christen und zu einer «Gay-Pride-Parade» verkommen.

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