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Homohass in Berlin: Mann mit Pflasterstein verletzt

Der 32-Jährige erlitt eine Platzwunde am Kopf

Homohass in Berlin
Im Viktoriapark kam es zur Auseinandersetzung (Symbolbild: Pixabay)

Am Dienstagnachmittag wurde ein Mann von einem Bekannten in Kreuzberg mit einem Kleinpflasterstein angegriffen. Es war der zweite Fall von Homohass in Berlin an einem Tag.

Nach bisherigen Ermittlungen trafen sich die zwei Bekannten gegen 14.40 Uhr im Viktoriapark. Dort kam es aufgrund der sexuellen Orientierung des älteren, 32-Jährigen zum Streitgespräch kam. In dessen Verlauf habe der 30-jährige Bekannte einen Kleinpflasterstein aufgehoben und seinem Gegenüber gegen den Kopf geschlagen. Der Angegriffene erlitt eine Kopfplatzwunde und hielt daraufhin einen Funkstreifenwagen der Polizei an.

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Die Polizeikräfte nahmen den Verdächtigen fest und brachten ihn zur erkennungsdienstlichen Behandlung in ein Polizeigewahrsam, wo er anschliessend wieder entlassen wurde. Die weiteren Ermittlungen führt nun der polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt.

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Ebenfalls gestern war ein Mann in einer U-Bahn in Kreuzberg homophob beleidigt und geschlagen worden (MANNSCHAFT berichtete).

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Homohass in Berlin: mehr Fälle registriert
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