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„Weil ich so bin!“ – 47 Geschichten über das Coming-out

Foto: Pixabay

Die Entwicklung von Menschen, die lesbisch, schwul, bisexuell, transgender oder intersexuell sind, bringt zumeist ganz andere innere und äußere Herausforderungen, Span­nungen und Hürden mit sich als die Entwicklung von Hete­rosexuellen. Der Weg, zur eigenen Sexualität und damit zu sich selbst innerlich und vor anderen klar „Ja“ sagen zu kön­nen, ist oft lang, mühsam und schmerzvoll. (Nicht jeder schafft es so elegant wie „Glee“-Star Kevin McHale.)

Für den Stefan Hölscher & Geest-Verlag Literaturwettbewerb wurden über 100 Geschichten eingesendet, 47 Erzählungen haben es in das Buch „Weil ich so bin. Coming-out Geschichten von LGBTI verschiedener Generationen“ geschafft, das es nach kurzer Zeit bereits in die 2. Auflage geschafft hat. Die Erzählungen tragen Titel wie „Aphrodite auf Bangladesch“, „Schwul im Vorarlberg“ oder schlicht: „Frei sein“.

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Coming-out
Die Anthologie ist im Geest-Verlag erschienen, ISBN: 978-3-86685-668-4, der Umfang etwa 250 S., Preis 12,50 Euro

Der Stefan Hölscher & Geest-Verlag Literaturwettbewerb, bei dem um die Verbindung von Literatur und Alltäg­lichem, Gesellschaftlichem und Politischem geht, widmete sich in seinem mittlerweile vierten Durchgang dem Thema Coming-out. Erstaunlich viele Men­schen verschiedener Alters­stufen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hätten sich beteiligt, so der Verlag. Aus den Einsendungen wurden 44 Beiträge von den Jurymitgliedern Jens Korthals (Autor), Fabian Schäfer (Journalist), Alfred Büngen (Verleger) und Stefan Hölscher (Initiator des Wettbewerbs und Autor) für die Anthologie ausgewählt. Drei der Herausgeber fügten zudem einen eigenen Bei­trag hinzu.

Der Band (den man hier bestellen kann) zeigt, dass jedes Coming-out – in welcher Generation und welchem Umfeld auch immer – ein ganz individueller Prozess mit eigenen Ängsten, Hoffnungen und Befreiungen ist. Eine inhaltlich und sprachlich vielschichtige Anthologie, die Betroffenen Mut vermittelt und Interessierten Einblicke in die auch heute immer noch be­ste­henden Herausforderungen gibt, sich offen zur eigenen Sexualität zu bekennen.

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