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Trans Mann nach Attacke bei CSD Münster weiter im Koma

Noch gibt es keine konkrete Spur zum Tatverdächtigen

Münster
Felix Adrian Schäper vom Verein Trans*Inter*-Münster kniet vor der Trans-Fahne mit Gedenksteinen, die Menschen auf dem Hafenplatz ausgelegt haben (Foto: David Inderlied/dpa)

Der 25-jährige Mann, der am Samstagabend beim Christopher Street Day in Münster niedergeschlagen und schwer verletzt worden ist, liegt weiter im künstlichen Koma.

Malte ist nicht ansprechbar. Das teilte der Verein Trans*Inter*-Münster, dem der Mann angehört, am Dienstag mit. «Sein Zustand ist weiter lebensbedrohlich», sagte Vereinsvorstand Felix Adrian Schäper. Es bestehe keine Lebensgefahr mehr, hattte der WDR am Montag mit Bezug auf die Polizei gemeldet.

Laut Polizei gibt es zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung, aber noch keine konkrete Spur zu dem Tatverdächtigen.

Zeug*innen zufolge soll der unbekannte Angreifer bei der Versammlung mehrere Frauen mit den Worten «Lesbische Hure» und «Verpisst euch» beschimpft haben und drohend auf sie zugegangen sein (MANNSCHAFT berichtete).


Laut Polizei hat der 25-Jährige den Vorfall mitbekommen und den Störer gebeten, die Beleidigungen zu unterlassen. Unvermittelt habe der Unbekannte ihm daraufhin brutal ins Gesicht geschlagen. Der Helfer habe das Gleichgewicht verloren, bevor ihn ein weiterer Faustschlag im Gesicht traf. Dann habe der 25-Jährige das Bewusstsein verloren und sei mit dem Kopf auf den Asphalt aufgeschlagen.

Mit einem Begleiter sei der Tatverdächtige zu Fuss geflüchtet. Laut Zeug*innen soll er zwischen 1,70 bis 1,80 Meter gross, etwa 18 bis 20 Jahre alt und von schmächtiger Statur sein. Er trug eine Jeans mit Schlag, ein T-Shirt und einen Anglerhut. Eine Ermittlungskommission wurde eingerichtet. Die Polizei sucht weitere Zeug*innen.

Der Queer-Beauftragte Sven Lehmann (Grüne) erklärte bei Twitter: «Transfeindliche Hetze führt zu transfeindlicher Gewalt. All meine Gedanken sind bei Malte. Ich hoffe, dass er diese widerwärtige Tat übersteht und vollständig genest. Solidarität mit trans und queeren Menschen ist existenzieller denn je!»


Auch am Rande des CSD Bremen gab es einen LGBTIQ-feindlichen Vorfall. Die Polizei sucht Zeug*innen (MANNSCHAFT berichtete).


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